LVR-Ausstattung befasst sich mit der Nazi-Psychiatrie

Im Rheinland..  Im Nationalsozialismus galten Menschen mit Behinderung als Belastung für die Volksgemeinschaft und wurden gnadenlos verfolgt. Ihrem Schicksal – aber auch den Tätern – widmet sich die Ausstellung „Erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und Behinderte Menschen im Nationalsozialismus“, die seit gestern beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln-Deutz zu sehen ist. Im Fokus steht die Frage nach dem Wert des Lebens.

Bis zu 400 000 Menschen wurden ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert, über 200 000 wurden ermordet. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den gedanklichen und institutionellen Voraussetzungen der Morde zusammen. „Die Aufarbeitung der Nazi-Psychiatrie ist ein notwendiger Akt der Glaubwürdigkeit des LVR“, meint Jürgen Wilheim, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland. Die LVR-Vorgängerorganisation betrieb in der Nazizeit sechs Heil- und Pflegeanstalten (Infos: www.lvr.de).