Lob von allen Seiten für Pina Bausch
30.06.2009 | 17:44 Uhr 2009-06-30T17:44:00+0200
Wuppertal. "Sie war die Grand Dame des Tanztheaters", sagt Innovationsminister Andreas Pinkwart. Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung trauert um die Ehrenbürgerin und sieht Spuren ihrer "einzigartigen Arbeit" in Wuppertal und auf der ganzen Welt.
Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) würdigte Bausch als eine der bedeutendsten zeitgenössische Künstler und Choreographen der vergangen Jahre: «Bausch hat mit ihrer sehr eigenen Mischung aus Tanz und Theater die Kulturszene in Nordrhein-Westfalen maßgeblich geprägt. Sie war die Grand Dame des Tanztheaters.»
Auch Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) würdigte das Lebenswerk der Künstlerin: «Sie hat mit ihrer einzigartigen Arbeit viele Spuren hinterlassen - in Wuppertal und auf der ganzen Welt. In ihrer ganz besonderen Art hat sie von Wuppertal aus die Tanzwelt revolutioniert und den Namen unserer Stadt in die ganze Welt getragen.» Bausch habe sich immer zu Wuppertal bekannt und sei der Stadt tief verbunden gewesen. Wuppertal trauere um seine Ehrenbürgerin.
Bedeutendste Choreographin der Gegenwart
Bausch gilt in der Fachwelt als bedeutendste Choreographin der Gegenwart. Im November 2007 bekam sie in Japan den Kyoto-Preis für ihr Lebenswerk verliehen.
Die am 27. Juli 1940 als Tochter eines Gastwirts in Wuppertals Nachbarstadt Solingen geborene Pina Bausch entdeckte schon als Kind ihre Begeisterung für den Tanz. Mit 14 Jahren begann sie an der von Kurt Jooss, dem Neuerer im Ausdruckstanz, gegründeten Essener Folkwangschule ihre tänzerische Ausbildung. Ein Stipendium ermöglichte ihr im Anschluss den Besuch der Juilliard School of Music in New York.
Daran schloss sich ein kurzes Engagement als Mitglied des New American Ballet an der Metropolitan Opera an, wo sie mit berühmten Choreographen in Kontakt kam.
Kurt Jooss holte sie nach Essen zurück. Als Mitglied des Folkwang Balletts schuf sie Ende der 60er Jahre auch erste eigene Choreographien. Wuppertals Schauspielintendant Arno Wüstenhöfer legte dann den Grundstein zu ihrer internationalen Karriere, indem er sie 1973 als Ballettdirektorin und Chefchoreographin an sein Theater holte und sie an die Spitze des neugegründeten Tanztheaters Wuppertal setzte. Sie sorgte dafür, dass dieses Theater weltberühmt wurde. (ddp)
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