„Lady Vegas“ - erst strippen, dann wetten
18.07.2012 | 15:39 Uhr 2012-07-18T15:39:00+0200
Stephen Frears steht für starkes Kino, nicht selten werden seine Filme preisgekrönt wie „Die Queen“. Ob das mit „Lady Vegas“ gelingt, ist fraglich. Der Streifen ist vor allem unentschieden.
Man sieht einem Film nicht sofort an, dass er von dem englischen Regisseur Stephen Frears inszeniert wurde. Wie auch bei einem, der Filme mit britischem Touch („Fish & Chips“) ebenso liebt wie die raschelnden Kostüme in „Gefährliche Liebschaften“ oder die Pferde in einem Western wie „The Hi-Lo Country“. Am ehesten verbindet man ihn noch mit „The Queen“, vor allem der vielen Preise wegen. Die winken ihm für „Lady Vegas“ kaum.
Im Zentrum des Films sollte eigentlich Beth Raymer stehen, eine junge Stripperin aus Florida, die genug hat von der ausgestellten Nacktheit und die nach Las Vegas zieht, um dort den ehrenwerten Beruf einer Cocktail-Kellnerin zu ergreifen. Stattdessen aber landet sie als Angestellte im Büro für Sportwetten des Dink Heimowitz (Bruce Willis), der das Zahlengedächtnis seiner Mitarbeiterin zu schätzen weiß.
Amerikanisches Karrieregewächs
Nun liegt es nicht daran, dass Frears dieses amerikanische Karrieregewächs von der britischen Schauspielerin Rebecca Hall spielen lässt. Die tut ihr Bestes, um das Country Girl mit genügend Sex-Appeal und so etwas wie Konturen auszustatten. Hilflos jedoch steht sie einem Drehbuch gegenüber, dass sich partout nicht entscheiden kann, aus Beth nun die große Naive oder die Frau mit Kalkül zu machen.
Aber das ist bei weitem nicht das einzige Manko. Weder kann Frears uns mit diesem Script Interesse entlocken für eine Handlung, die gestaltlos vor sich hin plätschert. Noch ist er in der Lage, uns das Wettgeschäft derart plausibel zu machen, dass man gegen Ende so etwas wie Spannung verspürt.
Vertane Zeit also? Nicht ganz. Schließlich ist da ja noch Bruce Willis als Dink, der so herrlich den eingeschüchterten Ehemann gibt, ständig in Angst um seine Ehe. Und vor allem ist da Catherine Zeta-Jones als Ehefrau Tulip, dem Botox sehr zugetan und misstrauisch alles Weibliche beäugend, das sich auch nur in die Nähe ihres Mannes wagt.
Sie zumindest haben den Film als Komödie begriffen. Was aber nicht ausreicht, um ihn zu retten.
- Der Film kommt am Donnerstag (19.07.12) in die deutschen Kinos.
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Eigentlich wollte Beth in Vegas kellnern. Als Zocker Dink ihr enormes Zahlengedächtnis bemerkt, heuert er sie als rechte Hand für Sportwetten an. Doch dann reißt ihre Glückssträhne … Komödie von Stephen Frears. USA/GB '12, FSK: ab 12. Start: 19.07.12
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Eigentlich wollte Beth in Vegas kellnern. Als Zocker Dink ihr enormes Zahlengedächtnis bemerkt, heuert er sie als rechte Hand für Sportwetten an. Doch dann reißt ihre Glückssträhne … Komödie von Stephen Frears. USA/GB '12, FSK: ab 12. Start: 19.07.12
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