Kunstwerke kommunizieren mit Konzept

Siegen..  Der individuelle Zugang zu Kunstwerken ist ein Kernelement der Ausstellung „Weder hier noch dort, weder Fisch noch Fleisch“ im Siegener Museum für Gegenwartskunst (MGK). Zwei junge Kuratorinnen, Antonia Lotz und Angela Jeradi, konzipierten das Projekt, das eigentlich aus zwei Ausstellungen besteht, die außer im MGK auch – ab 31. Mai – auf Schloss Ringenberg in Hamminkeln zu sehen sein werden. Für Show 1, wie die Kuratorinnen es nennen, wählten sie Werke aus den MGK-Beständen aus. Show 2 umfasst vier extra angefertigte Arbeiten. In beiden Fällen geht es um Offenheit, um Kunstgenuss, der nicht durch vorgegebene Interpretationen getrübt wird. Fotos von Ernst und Hilla Becher oder Candida Höfer, Objekte von Kitty Kraus oder Charlotte Posenenske, Arbeiten von Sigmar Polke und Fritz Winter, Videos von Simone Forti oder Yvonne Rainer treten im sorgsam arrangierten Aufbau in Beziehung, kommunizieren miteinander. Und, so wünschen es die Kuratorinnen: Der Besucher soll hinsehen und hinhören, was sie ihm individuell sagen.