Kunstmuseum Tel Aviv erstmals zu Gast in Berlin

Berlin..  Das Tel Aviv Museum of Art, das wichtigste Kunstmuseum Israels, ist erstmals mit einer Ausstellung in Deutschland. Im Berliner Martin-Gropius-Bau sind mehr als 70 Schlüsselwerke der Klassischen Moderne und der israelischen Gegenwartskunst zu sehen.

Bei der feierlichen Eröffnung sprach Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) von einem „historischen Jahrhundertzeichen“. „Es ist eine berührende Geste der Versöhnung und der Freundschaft, dass wir diese ihre Kunst im Jahr 2015 in der deutschen Hauptstadt zeigen dürfen“, sagte Grütters.

Die Ausstellung gehört zu den zentralen kulturellen Veranstaltungen anlässlich der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vor 50 Jahren. „Es ist eine sehr besondere Ausstellung zu einem sehr besonderen Anlass“, sagte Raphael Gamzou, der stellvertretende Generaldirektor des israelischen Außenministeriums. An der Eröffnung nahmen auch der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman und Tel Avivs Bürgermeister Ron Huldai teil. Unter dem Titel „Jahrhundertzeichen“ sind auch zahlreiche Werke zu sehen, die bei den Nazis als „entartet“ diffamiert wurden, etwa von Max Beckmann, Marc Chagall, Wassily Kandinsky und Max Liebermann. Den Klassikern sind kontrapunktisch Video- und Installationsarbeiten von zeitgenössischen israelischen Künstlern entgegengesetzt.

Zentrales Thema der Ausstellung sei der Dialog, sagte Museumsdirektorin Suzanne Landau.

Es ist das erste Mal, dass das Tel Aviv Museum Kunstwerke aus seiner Sammlung nach Europa entsendet. Unterstützer sind das israelische Außenministerium und Kulturstaatsministerin Grütters.