Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Kultur

Kosslick erwartet wieder viele Stars zur Berlinale

26.12.2012 | 14:18 Uhr
Foto: /dapd/Michael Gottschalk

Die 63. Berlinale vom 7. bis 17. Februar verspricht erneut ein glanzvolles Festival der Stars zu werden. Der Direktor der Filmfestspiele, Dieter Kosslick, sagte im dapd-Interview, er hoffe auf das Kommen von Matt Damon, Julianne Moore, Isabella Rossellini und Steven Soderbergh.

Berlin (dapd-bln). Die 63. Berlinale vom 7. bis 17. Februar verspricht erneut ein glanzvolles Festival der Stars zu werden. Der Direktor der Filmfestspiele, Dieter Kosslick, sagte im dapd-Interview, er hoffe auf das Kommen von Matt Damon, Julianne Moore, Isabella Rossellini und Steven Soderbergh. Darüber hinaus würden Amanda Seyfried, Frances McDormand und Nicolas Cage erwartet. Auch sein Freund George Clooney, der zur Festivalzeit einen Film in Babelsberg vorbereite, sei herzlich eingeladen.

"Er weiß, wann die Berlinale stattfindet - und wir kennen uns ja auch schon eine Weile", sagte Kosslick und fügte lachend hinzu: "Und von mir aus ist er auf ewig in die Jury eingeladen."

Die Eröffnungsgala präsentiert er wieder mit Moderatorin Anke Engelke. "Never change a winning horse", sagte der 64-Jährige. Die Schwierigkeit bei der Eröffnung sei, dass man viele Erwartungshaltungen bedienen müsse. "Anke und ich machen das tatsächlich als Stand Up. Wir haben keinen Text, das ist mit Absturzgefahr", berichtete er.

Für ihn sei sie die beste Partnerin, der er haben könne, "sie ist extrem professionell und spricht alle Sprachen. Besser sogar als ich". Auch bei der Preisverleihung werden Kosslick und Engelke im Einsatz sein. Engelke war bereits von 2010 bis 2012 sowie von 2003 bis 2005 als Berlinale-Moderatorin engagiert. In den vergangenen Jahren hatten zudem unter anderen Katrin Bauerfeind, Charlotte Roche und Heino Ferch die Moderation übernommen.

"Spezieller Blick auf die Gesellschaft"

Bei der Sichtung der Filme stellte Kosslick einen "speziellen Blick auf die Gesellschaft" fest. "Man sieht nicht mehr wie früher, wo die ökonomische Bombe einschlägt - man sieht die von den Splittern Getroffenen. Das zieht sich durch", erklärte er. Einzelschicksale würden herausgegriffen, die dann eben doch repräsentativ seien, wenn man die Gesamtschau sehe.

Er hoffe, den Film über die Entführung von Natascha Kampusch noch für das Festival zu bekommen. Allerdings wisse er nicht, ob dieser rechtzeitig fertig werde. Bis Mitte Januar sollten alle Wettbewerbs-Filme zusammen sein. 18 bis 20 Filme sollten ins Rennen um die Bären gehen. Darunter werde mindestens eine deutsche Produktion sein.

Kosslick mag nicht twittern

Kosslick räumte ein, die sozialen Netzwerke nicht besonders zu mögen. "Twittern ist ein interessanter Vorgang, ich weiß nur nicht, für wen", sagte er und fügte hinzu: "Ich bin an diesem ganzen audiovisuellen Wahnsinn nicht beteiligt. Wenn die Tür zu ist, ist der Computer draußen." Deswegen sei er auch bei guter Gesundheit.

Er finde es beunruhigend, dass der Papst jetzt twittere. Vielleicht erreiche man die Kirchenmitglieder nicht mehr anders, mutmaßte der 64-Jährige. "Ich habe das nicht vor."

(Informationen über die Filmfestspiele: http://www.berlinale.de)

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

 
Aus dem Ressort
Warum Atze Schröder auch mal ein Mann für eine Nacht ist
Comedy
Premiere für eine Ratgeber-Stunde der unmoralischen Art: Comedian Atze Schröder hat sein neues Bühnenprogramm dem „Richtig fremdgehen“ gewidmet . Das stellte er nun in der Essener Lichtburg vor. Ein Abend zwischen Bravo für Erwachsene und Ballermann ohne Sangria-Eimer.
Das Rock-Magazin „Visions“ kennt das Geheimnis ewiger Jugend
Pop
Am Wochenende gibt’s ein Festival, denn das Dortmunder Magazin für Alternative Rock feiert seinen 25. Geburtstag - und hat sich die Frische erhalten. Ein Gespräch mit Chefredakteur Michael Lohrmann über Kurt Cobain, Rock’n’Roll-Lifestyle und größenwahnsinnige Vertriebsdeals in der Dönerbude.
U2 rocken im Treppenhaus von Radio NRW in Oberhausen
Konzert
U2 live und ganz nah: Sonst füllen sie Stadien, am Freitagnachmittag spielten sie vor 200 Zuschauern. Im Treppenhaus von Radio NRW in Oberhausen präsentierten Bono und seine Mitstreiter ihr neues Album "Songs of Innocence". Eine feine Party, aber leider eine kurze.
Theaterkarten in NRW werden mit bis zu 162 Euro bezuschusst
Kultur-Kosten
Der Bund der Steuerzahler NRW hat jährlichen Etats von Theatern in 22 Großstädten im Land unter die Lupe genommen und mit den Besucherzahlen in Relation gesetzt. Das schlechteste Verhältnis ergibt sich in Düsseldorf: Eine Theaterkarte wird mit 162 Euro subventioniert. Dortmund liegt auf Platz 2.
WestLB hat offenbar auch Beckmann-Gemälde verkauft
Warhol-Werke
Teure Gemälde, die auf dem Müll landen oder in Casinos Zigarettenrauch ausgesetzt sind: Die schlechte Lagerung von Kunstschätzen und die geplante Versteigerung von Warhol-Bildern aus dem Besitz landeseigener Unternehmen ist für Kritiker ein Sündenfall - aber offenbar nicht der erste.