Köln erhält Archäologische Zone und Jüdisches Museum
14.04.2010 | 15:22 Uhr 2010-04-14T15:22:00+0200
Köln. Köln soll eine „Archäologische Zone“ und ein Jüdisches Museum bekommen. Das hat der Rat der Stadt beschlossen. Geplant ist ein etwa ein Kilometer langer Rundgang durch die Kölner Altstadt zu den Überresten römischer und mittelatlerlicher Bauten. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert.
Der Rat der Stadt Köln hat am Dienstagabend den Bau der Archäologischen Zone und eines darin integrierten Jüdischen Museums beschlossen. Die Entscheidung steht allerdings unter einem Finanzierungsvorbehalt, da noch eine beträchtliche Deckungslücke besteht. Von den kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von 48 Millionen Euro fehlen noch 20 Millionen Euro.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat bereits 14,3 Millionen Euro zugesagt. Mit dem Ratsbeschluss könnten jetzt weitere Förderungsanträge gestellt werden, erklärte Kulturdezernent Georg Quander am Mittwoch.
Geplant ist ein etwa ein Kilometer langer archäologischer Rundgang im Zentrum der Kölner Altstadt. Er führt zu den Überresten des römischen Statthalterpalasts, den frühen Bauten des Rathauses, bedeutenden Resten eines der größten jüdischen Stadtquartiere Europas und wichtigen mittelalterlichen Bauten. Diese einzigartige archäologische Landschaft im Herzen einer deutschen Großstadt sei nördlich der Alpen ohne Vergleich, hieß es.
Das Jüdische Museum soll in Nachbarschaft des Wallraf-Richartz-Museums gebaut werden. Das Projekt soll bis zum Jahre 2013 abgeschlossen sein. (ddp)
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