Zehn Jahre "Bang Boom Bang"
28.08.2009 | 18:33 Uhr 2009-08-28T18:33:00+0200Bochum/Unna. Für viele ist „Bang Boom Bang” von Regisseur Peter Thorwart mit Oliver Korittke und Ralf Richter die Ruhrgebietskomödie schlechthin. Seit zehn Jahren läuft der Film einmal pro Woche in einem Bochumer Kino. Und ganz harte Fans haben ihn nachgedreht. Szene für Szene.
Die Geschichte von Bang Boom Bang, sie ist ein wenig kompliziert. Und doch wieder einfach. Ganz grob gesagt geht es um kleine und große Gauner aus dem Ruhrgebiet, die sich gegenseitig immer wieder übers Ohr hauen. Oliver Korittke spielt mit, Markus Knüfken, Ralf Richter, Martin Semmelrogge, Alexandra Nedel und Diether Krebs in seiner letzten Rolle. Viele Kritiker sind trotzdem enttäuscht, als der Film vor zehn Jahren in die deutschen Kinos kommt. „Dramaturgisch unausgegoren” oder „streckenweise zotig”, urteilen sie. Doch die Kinogänger im Revier sind begeistert. Wie Ralph Lange (38), Stephan Urban (34) und Benni Pützer (32) aus Bochum. „Die Gegend, die Schauspieler, alles passt”, sagt Stephan. Und Benni lobt die „guten Charaktere”, die es „so ähnlich wirklich gibt” hier im Revier.
Irgendwann konnten wir die Dialoge mitsprechen
Die Stars kommen
Zur Jubiläumsvorführung am Freitag werden u.a. Kalle Grabowski alias Ralf Richter, „seine Olle" Sabine Kaack und Keek alias Oli Korittke erwartet. Ab 19 Uhr wird vor dem UCI gefeiert. Mit dabei: H-BlockX, die den Soundtrack beisteuerten. Außerdem gibt es Spielchen wie „Tresor-Weitwurf" und „Hau den Blitzer". Und der Original Ford Taunus aus dem Film ist zu bestaunen. Ab 20 Uhr läuft in jedem Saal „Bang Boom Bang". Karten: 10,00 €.
Immer wieder geht das Trio, das in der Versicherungsbranche arbeitet und zusammen Fußball spielt, ins Kino, später kauft sich Stephan die Videokassette. „Irgendwann konnten wir die Dialoge mitsprechen”, erzählt Ralph. „Aus Spaß” drehen sie die erste Szene des Films zu Hause nach - und ernten dafür großes Lob auf dem jährlich stattfindenden Fantreffen. „Macht doch mehr daraus.”
Schnell sind die drei da was am Planen dran. Aber fast ebenso schnell stellen sie fest: „Das ist nicht so einfach.” Drehorte wollen gefunden, Requisiten beschafft werden. Das Wichtigste aber sind die Darsteller. „Wir wollten Charaktere, die passen.” Freunde und Bekannte werden gecastet. Viele wollen mitmachen, doch die meisten haben nur abends oder am Wochenende Zeit. „Deshalb haben die Dreharbeiten auch fast vier Jahre gedauert.”
Kühlschrank wird zum Tresor
Zwischen den einzelnen „Takes” lassen Ralph, Stephan und Benni Beziehungen und Fantasie spielen. Sie verwandeln die Praxis eines befreundeten Arztes in einen OP-Saal, eine Stadtbücherei in eine Abfahrtshalle. Zwei hölzerne Nistkästen werden zu der Radarfalle, die im Film zerschlagen wird. Nur der Tresor, der im Original gestohlen wird, lässt sich für die Kopie zunächst nicht auftreiben. Bis Stephan auf die Idee kommt, einen alten Kühlschrank grün zu streichen und eine kleine Küchenuhr auf die Tür zu kleben. „Sah ganz gut aus.”
Manchmal aber müssen sie bei aller Kreativität passen. Weil sich einfach kein alter Ford Taunus finden lässt, wie ihn Korittke alias Keek im Film fährt, nehmen die Hobby-Filmer einen VW-Käfer. Das ist kein Problem bis zu der Szene, in der im Original zufällig hinten im Kofferraum eine Leiche entdeckt wird. Da ist beim Käfer der Motor. „Hin und wieder”, sagt Stephan, „mussten wir ein wenig improvisieren.”
Mit viel Liebe gemacht
Letztendlich hat dann aber doch noch alles geklappt. Für die „Welturaufführung” hat das Trio im vergangenen Jahr einen Saal um UCI-Bochum gemietet. Dort läuft bis heute auch das Original. Jeden Freitag, 23 Uhr. „Und das ist zu diesem Termin nicht der besucherschwächste Film”, sagt ein UCI-Sprecher.
Weil die drei nie keinerlei finanzielle Interessen hatten, haben sie Karten für ihren Film nur an Darsteller, Freunde und gute Bekannte gegeben. Und an Bang Boom Bang-Regisseur Peter Thorwarth. Er ist bis heute angetan von dem Fanprojekt. „So etwas finde ich super. Auch weil es mit viel Liebe gemacht wurde.”
Ein Lob, das Ralph, Stephan und Benni freut. Trotzdem wollen sie ihr Hobby nicht zum Beruf machen. Weil keiner von ihnen ein „Hans-Guck- in-die-Luft” ist, weil sie „realistisch” sind. „Wir kennen”, sagt Stephan „unsere Grenzen.” Und außerdem, ergänzen Ralph und Benni, „gibt es keinen anderen Film, der diese Mühe wert wäre.”
14:58
Lief der Remake am Freitag abend auch noch? warum hab ich davon nichts mitbekommen?
*******, *******, *******!
14:04
Op tofften Film odda nich iss Geschmacksfrage!
Ächte Ruhrpottler könn sich selps auffn Aam mehm
unt deshalp hatta hier fiele Fäns!
10:37
Eine geile Komödie mit genialen Schauspielern! Lache mich jedesmal schlapp!
09:51
Kann man den Fanfilm auch irgendwo bewundern?
09:00
Is der Geil!!! Peter, nochmal 1000Dank für einen Film, den ich schon über 10mal gesehen habe!!!
03:07
Und Staufenberg hat doch keine Freunde!
21:46
Bang-Boom-Bang ist zweifelsfrei DER moderne Ruhrgebietsfilm.
Nachdem sich nach dem Abschied von Horst Schimanski nicht mehr allzu viele Filme- oder Fernsehmacher dort haben sehen lassen.
Aber...DER Klassiker dieses Genres ist für mich persönlich immer noch Aufforderung zum Tanz.
(Scheinbar schon vergessen, dieser Kultfilm mit Marius Müller-Westernhagen)
20:26
Adolf Winkelmann, Jede Menge Kohle? oder Es kommt der Tag da will die Säge sägen? Ihr habt Recht der war noch mieser. Ruhrgebietskino ist doch nur ein Sononym dafür ein paar Prollos auf die Leinwand zu bannen. Nur was haben die Menschen vom Pott mit diesen Pennern zu schaffen? Deshalb sind diese Pottfilme auch alle Flopps und nur total Besoffenen gefälls!
19:43
Geil, Geil, Geil!
19:36
Kult , Kult , Kult !