Wo Jack White den Blues fand
29.08.2009 | 16:12 Uhr 2009-08-29T16:12:00+0200
Essen. Ab heute läuft David Guggenheims Dokumentarfilm "It Might Get Loud" über drei Rock-Gitarristen im Kino. Die Größen The Edge, Jimmy Page und Jack White plaudern über ihr Leben im Rampenlicht.
Es beginnt mit Jack White. Er nagelt ein paar Klötzchen und einen Tonabnehmer auf ein Brett, er windet eine Saite um die Nägel, schiebt eine Colaflasche unter die Saite und spannt sie. Als der Stecker des Verstärkers in den Tonabnehmer gleitet, hat er die primitivste Gitarre der Welt gebaut. Aber eine, die funktioniert.
„It Might Get Loud” ist eine Rock-Doku, die drei Gitarristen und ihre Instrumente zusammenführt: Jimmy Page von Led Zeppelin, The Edge von U2 und Jack White von den White Stripes. Sie treffen sich in einer Halle mit Sofa, um über Gitarren zu reden – und um zu spielen. So weit, so langweilig. Doch Filmer Davis Guggenheim („Eine unbequeme Wahrheit”) weckt unsere Neugier. Er besucht die Gitarristen an Orten, an denen sie Rockgeschichte schrieben.
The Edge im Klassenzimmer
Er geht mit Jimmy Page nach Hadley Grange, wo er „Stairway To Heaven” schrieb und „When The Levee Breaks” aufnahm. Er geht mit The Edge ins alte Klassenzimmer, das U2 als Proberaum diente, er lässt ihn in einer Küche alte Kassetten abspielen – und plötzlich erklingt ein Demo von „Where The Streets Have No Name”. Und er besucht Jack White in einem Farmhaus in Tennessee, wo er den Blues fand, und in der Polsterei, wo er einst arbeitete und das Duo „The Upholsterers” gründete.
Deutscher Kinostart: 27.08.2009
Regie: Davis Guggenheim
Mit: Jimmy Page, The Edge, Jack White, u.a.
Dieser Film ist eine Liebeserklärung an ein oft vergöttertes Instrument, ausgesprochen von drei seiner größten Liebhaber der Gegenwart. Zudem führt es uns die Magie der Musik vor Augen, die erwachsene Männer strahlen lässt wie Kinder. Und, wie The Edge sagt, als er den Verstärker anschaltet: „It Might Get Loud”.
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