Verliert Sony 30 Millionen Dollar mit "The Interview"?

"The Interview" hatte einen schweren Start: Erst wurde der Film ganz aus dem Programm gestrichen, dann lief er doch Weihnachten in ausgewählten US-Kinos an - und konnte gleichzeitig online abgerufen werden. Erfolg bringt das dem Filmstudio aber offenbar nicht.

Sony könnte mit dem Film "The Interview" 30 Millionen Dollar verlieren. Davon geht laut "The Hollywood Reporter" die Vereinigung der Kino-Besitzer in den USA aus. Auch die gleichzeitige Veröffentlichung des Films in Kinos und online ändere daran nichts. Bisher hatte die National Association of Theater Owners sich nicht zu dem Streifen geäußert, in dem Seth Rogan (32, "Das ist das Ende") und James Franco (36, "Homeland") zwei Journalisten spielen, die von der CIA angeheuert werden, um den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un um die Ecke zu bringen.

Der Film sollte ab Weihnachten in den US-Kinos laufen, der Start wurde aber zunächst zurückgezogen, weil es Drohungen gegeben hatte, die auch mit dem Hacker-Angriff gegen Sony in Verbindung gebracht wurden. Hinter der Cyberattacke steht möglicherweise Nordkorea selbst. US-Präsident Barack Obama hatte das Filmstudio dafür kritisiert, den Film zurückgezogen zu haben. Daraufhin lief die Komödie in einigen hundert US-Kinos doch noch an, auch über Video-on-Demand-Dienste gab es den Film zu sehen.

Die großen Kino-Ketten sollen laut "The Hollywood Reporter" angeblich wütend über Sony sein. Sie hätten sich offenbar gewünscht, den Starttermin des Films einfach nach hinten zu verschieben, anstatt ihn gleichzeitig online zugänglich zu machen.