Terminator: Wummern in der humorfreien Zone
04.06.2009 | 15:14 Uhr 2009-06-04T15:14:00+0200
Essen. Die Menschheit im postatomaren Kampf gegen die Herrschaft der Maschinen: "Terminator - Die Erlösung" setzt auf perfekte Videospiel-Optik und vergisst dabei die Menschen, die zu Dauerkämpfern degradiert werden. Allein ein animierter Arnold Schwarzenegger weckt Erinnerungen an bessere Zeiten.
Deutscher Kinostart: 04.06.2009
Regie: McG
Darsteller: Christian Bale, Sam Worthington, Anton Yelchin, Moon Bloodgood, Bryce Dallas Howard u.a.
Bei manchen Filmen fragt man sich denn doch gelegentlich, warum hier überhaupt ein Soundtrack in Auftrag gegeben wurde. Wo doch die Tonspur bei so genannten „Blockbustern” meist derart von Lärm erfüllt ist, dass emotional stimulierende Musik gegen diese Lautstärke kaum eine Chance hat. Bei „Terminator - Die Erlösung” beispielsweise kann Danny Elfman sich nur noch mit martialisch-dumpfen Trommeln und schreiendem Blech gelegentlich Gehör verschaffen. Den Rest überdeckt das Dauer-Gewummere der Kampfhandlungen.
Der vierte „Terminator”-Film ist das beste Beispiel dafür, dass mit zunehmender Zahl der Fortsetzungen eine packende Anfangsidee immer stärker degenerieren kann - bis nur noch eine seelenlose Hülle übrig bleibt. Was hatte James Cameron in seinen ersten beiden legendären Filmen doch für intelligente Ansätze geliefert: das Verändern der Zukunft durch Eingriffe in unsere Gegenwart beispielsweise oder die Horrorvision von der totalen Maschine („Skynet”) als Unterjocher alles Menschlichen.
Kuriositätenkabinett
Im vierten Film nun von dem Regie-Pseudonym McG („Drei Engel für Charlie”) ist daraus ein wahres Kuriositätenkabinett geworden. Da trifft nun im Jahre 2018 der Sohn John Connor (Christian Bale) auf seinen noch sehr viel jüngeren Vater Kyle Reese (Anton Yelchin), den er zum Zwecke seiner Zeugung unbedingt in die Vergangenheit und damit - wie wir wissen - in den sicheren Tod schicken muss. Was fühlen Menschen mit solchen Eindrücken, wie kommen sie mit solchen Entscheidungen zurecht? Der Film weiß dazu weder etwas zu zeigen, noch etwas zu erzählen.
Der Zweck des Films ist der postatomare Kampf der überlebenden Menschen (kurz „Der Widerstand” genannt) gegen Skynet mit seinen immer perfekter werdenden Terminatoren. Man sieht nicht wie sie leben, was sie essen, man erhält nur Einblicke in ihre Existenz als Dauerkämpfer. Um den andauernden Action-Sequenzen, die so oder ähnlich auch als Videospiel funktionieren würden, überhaupt etwas Würze zu geben, wird die Figur des Marcus Wright (Sam Worthington) eingeführt.
Das Skelett eines Roboters
Der kommt diesmal nicht aus der Zukunft, sondern aus der Vergangenheit, wo er eigentlich mit der Giftspritze hingerichtet wurde. Nun erlebt er seine wundersame Wiederauferstehung als Hybrid: Nach der Explosion einer Mine entdeckt er in seinem aufgerissenen Körper das Skelett eines Roboters. Nur das Herz, das in ihm schlägt, ist ein menschliches - was im Verlauf des Films noch von einiger Wichtigkeit sein wird.
Ein Ersatz für den zeitreisenden Terminator Arnold Schwarzenegger ist er dabei nicht wirklich. Hatte Arnie mit seinen lakonischen Sprüchen noch für die dringend benötigte Portion Heiterkeit gesorgt, so arbeiten der selbsternannte Messias Connor und der Ex-Todeskandidat Wright diesmal in einer garantiert humorfreien Zone. Schwarzenegger, immerhin, weckt bei einem kurzen Gastauftritt in Form einer Computersimulation selige Erinnerungen an bessere Zeiten.
Postatomare Welt
Was auf der Habenseite bleibt bei „Terminator - Die Erlösung”, das ist die Arbeit von Kameramann Shane Hurlbut. Seine ausgeblichenen Bilder in erdigen Farben von zerstörten Städten und verwinkelten Industrie-Anlagen imaginieren äußerst wirkungsvoll eine postatomare Welt ohne viel Hoffnung. Und nicht zuletzt gemahnen seine Bilder von gefangenen Menschen, die in bemerkenswertem Low-Tech-Ambiente von Maschinen wie Vieh zur Schlachtbank getrieben werden, an das Geschehen in den Vernichtungslagern der Nazis.
Wir können allerdings nicht davon ausgehen, dass dies eine von McG angestrebte Assoziation darstellt. Für ihn ist wohl die Hauptsache, dass das Ende einen fünften Film dieses „Franchise” beinahe erzwingt.
13:23
Tut mir Leid Leute, ich kann mit diesen Pyromanen-Endzeit-Roboter-Baller-Movies überhaupt nix anfangen.
10:12
... dann hätten Sie aber auch gleich, den jetzt auf eins gerückten Kommentar löschen können, liebe Moderation ...
So haben wir wieder mal den Fall von völlig zusammenhangsloser Kommentierung.
Übrigens: Ja, da ist ein Fehler im Kommentar ... darauf wurde ich schon aufmerksam gemacht ...
.... das zweite verbreiten hätte ein können sein müssen.
09:31
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08:38
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08:14
... immerhin gehen die aber vor die Tür, und hocken nicht wie Sie seit Jahren vor dem Rechner und lauern darauf ihren schwachsinnigen Propagandamist verbreiten zu verbreiten.
06:58
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