Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Lucasfilm

Star-Wars-Fans witzeln vor Übernahme von Lucasfilm durch Disney

31.10.2012 | 14:09 Uhr
Star-Wars-Fans witzeln vor Übernahme von Lucasfilm durch Disney
Star Wars trifft Disney: Für dieses Foto posierte George Lucas bereits 2010 in einem Disney-Themenpark mit Mickey Maus und Co.Foto: Todd Anderson/Disney via Getty

Los Angeles.  George Lucas gibt sein Imperium ab - er verkauft seine Produktionsfirma an Disney. Der Unterhaltungskonzern zahlt für Lucasfilm 4,05 Milliarden Dollar und kündigte bereits an, eine weitere "Star Wars"-Trilogie zu produzieren. Fans der Science-Fiction-Reihe witzeln im Internet über mögliche Titel.

"Star Wars" kommt künftig aus dem Hause Disney: Der US-Unterhaltungskonzern kauft für 4,05 Milliarden Dollar (3,1 Milliarden Euro) die Produktionsfirma der erfolgreichen Science-Fiction-Reihe, Lucasfilm. Der Schöpfer der "Star Wars"-Reihe, Regisseur George Lucas, habe dem Deal zugestimmt, teilten die Walt Disney Studios am Dienstag in Los Angeles mit. Nun will der Konzern die Helden Luke Skywalker, Darth Vader und Prinzessin Leia aus ihrem Schlaf wecken und drei neue Episoden produzieren.

"Ich tue das, damit die Filme ein längeres Leben haben", erklärte der 68-jährige Lucas seine Entscheidung in einem Interview im Videoportal YouTube. Für ihn sei die Zeit gekommen, "'Star Wars' an eine neue Generation von Filmemachern weiterzureichen", sagte er.

"Star Wars"-Episode 7 soll 2015 in die Kinos kommen

Die Firma Lucasfilm spiegele "die außergewöhnliche Leidenschaft, Vision und Erzählkunst ihres Gründers, George Lucas, wider", sagte der Disney-Vorstandsvorsitzende Robert Iger. Er habe bereits vor anderthalb Jahren mit ihm über eine mögliche Übernahme gesprochen. Die Entscheidung sei aber erst vor kurzem gefallen.

Den Angaben zufolge soll Lucas den Konzern bei der Entwicklung der neuen Folgen beratend unterstützen. Der Handlungsstrang für die nächste Trilogie sei bereits von Lucasfilm weitgehend ausgearbeitet worden. Episode 7 befinde sich bereits in einem frühen Entwicklungsstadium, sagte Iger. Der Film soll 2015 in die Kinos kommen. Später folgen die Episoden 8 und 9. Die Trilogie wird die Geschichte von Luke Skywalker, Han Solo und Prinzessin Leia nach "Rückkehr der Jedi-Ritter" fortführen. Der letzte Teil war im Jahr 2005 "Episode III – Die Rache der Sith".

Spekulationen um weitere "Star Wars"-Filme schon seit Jahren

In der Vergangenheit war mehrfach darüber spekuliert worden, ob es nach sechs erfolgreichen "Star Wars"-Filmen eine Fortsetzung geben würde. Lucas hatte bereits vor Jahren in Interviews angedeutet, dass er insgesamt drei Trilogien geplant habe - eventuell sogar noch mehr.

Lucas, der bei vier der sechs Teile der erfolgreichen "Star Wars"-Reihe Regie führte und auch der Schöpfer der "Indiana Jones"-Filme ist, war Gründer und Vorstandsvorsitzender von Lucasfilm. Die bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der 1971 gegründeten Produktionsfirma, Kathleen Kennedy, soll das Unternehmen fortan als Präsidentin leiten. Sie wird in dieser Funktion dem Vorstandsvorsitzenden der Produktionsfirma Walt Disney Studios, Alan Horn, unterstellt sein.

Lucas erhält 40 Millionen Disney-Aktien und Bargeld

Die Walt Disney Company will die Übernahme von Lucasfilm zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Form von Aktien abwickeln. Lucas soll rund 40 Millionen Disney-Aktien erhalten. Bis wann der Handel abgeschlossen sein soll, war zunächst nicht bekannt. Zum Disney-Konzern gehören bereits das auf Animationsfilme spezialisierte Unternehmen Pixar, der Comicverlag Marvel und die US-Fernsehsender ESPN und ABC. Pixar wurde einst ebenfalls von Lucas gegründet, bevor er es an Steve Jobs verkaufte, der es später an Disney weiterreichte.

Die Vereinbarung zwischen Disney und Lucas umfasst neben den Lucasfilm-Produktionsfirmen Industrial Light & Magic und Skywalker Sound auch die Rechte an der "Indiana Jones"-Lizenz. Lucasfilm wird seinen Sitz in San Francisco behalten, die Mitarbeiter werden an ihren aktuellen Standorten weiter arbeiten. Disneys Zentrale liegt ebenfalls in Kalifornien, und zwar in Burbank nahe Los Angeles.

Disney erwartet 2012 Lizenzeinnahmen von 215 Millionen Dollar

Bislang haben die "Star Wars"-Filme nach Angaben von Disney 4,4 Milliarden Dollar an den Kinokassen eingespielt. Und auch noch Jahre nach dem letzten Film werde mit Merchandising Geld verdient, sagte Disney-Finanzvorstand Jay Rasulo. So sei man auf dem Weg, allein in diesem Jahr mit "Star Wars" Lizenzeinnahmen von 215 Millionen Dollar zu erwirtschaften.

In Online-Netzwerken sorgte die Übernahme für Furore. So spekulierten einige Fans unter dem Hashtag "DisneyStarWars" über neuartige Namensschöpfungen für künftige Filme. Unter den amüsanteren waren Vorschläge wie "Bambi Wan Kenobi". Ein Fan legte sich ein Satireprofil als Darth Vader beim Kurznachrichtendienst Twitter zu. Andere bereicherten die Internet-Enzyklopädie Wikipedia mit einem eigenen Eintrag zu der Fortsetzungs-Trilogie, der allerdings schnell die ein oder andere Überarbeitung erfuhr. (dapd)



Kommentare
31.10.2012
15:08
Star-Wars-Fans witzeln vor Übernahme von Lucasfilm durch Disney
von Musashi | #1

Endlich darf Onkel Dagobert den Imperator und Klaas Klever bestimmt Darth Vader verkörpern. Mickey Mouse natürlich als Luke und Minnie Mouse seine liebliche Schwester. Donald fliegt den rasenden Falken und für die Neffen Tick, Trick und Track dürften die Rollen als Ewoks oder 3 C3PO-Blechbüchsen ideal sein;-);-);-)!

Aus dem Ressort
"Jersey Boys" – Clint Eastwood wagt sich ans Film-Musical
Film-Musical
In "Jersey Boys" unternehmen Kinogänger eine Zeitreise in die Musik der 50er- und 60er-Jahre. Regisseur Clint Eastwood ist ein Film-Musical gelungen, das eher Tiefgang als Juke-Box-Klamauk bietet. Es geht um die Four Seasons, die vor 40, 50 Jahren in den USA eine wahre Hitfabrik waren.
"Die geliebten Schwestern" – Liebe ertrinkt im Blut
Historienfilm
In Dominik Grafs Historienfilm "Die geliebten Schwestern" betreiben der Dichter Friedrich Schiller sowie die adeligen Schwestern Charlotte und Caroline von Lengefeld ihre eigene Revolution. Sie leben eine Dreiecksbeziehung. Doch Ideale und Hoffnungen werden im Blut ertränkt.
"Die innere Zone" – Science-Fiction-Drama als Filmkunst
Science-Fiction
Der Schweizer Fosco Dubini hat sein Science-Fiction-Drama "Die innere Zone" zu einer Hommage an den vor 30 Jahren verstorbenen Russen Andrei Tarkowski gemacht. Der Reiz des Films besteht in dem Wechselspiel zwischen Schein und Sein.
"The Purge - Anarchy" – wenn Verbrechen legal sind
Thriller
Regisseur und Drehbuchautor James DeMonaco lässt in "The Purge: Anachy" einmal mehr Gesetze für zwölf Stunden außer Kraft treten. Die Nacht der Säuberung ist ein Ventil für eine ansonsten unterdrückte Seite der menschlichen Natur. Und sie hat wirtschaftliche und soziale Dimension.
Die klamaukige Komödie "Eyjafjallojökull..."
Komödie
Die französische Komödie "Eyjafjallojökull – der unaussprechliche Vulkanfilm" zeichnet sich vor allem durch Klamauk aus. Der isländische Vulkan, der vor einigen Jahren mit seinem Ausbruch den europäischen Flugverkehr zum Erliegen gebracht hatte, spielt dabei nur eine Nebenrolle.
Umfrage
Nach der jüngsten Preiserhöhung kehren viele Wirte Sky den Rücken . Wo verfolgt ihr Bundesliga- und Champions-League-Spiele?

Nach der jüngsten Preiserhöhung kehren viele Wirte Sky den Rücken . Wo verfolgt ihr Bundesliga- und Champions-League-Spiele?

 
Fotos und Videos
Fifty Shades of Grey - Trailer
Video
Erotik-Verfilmung
Schiller auf dem roten Teppich
Bildgalerie
Filmpremiere
Die Top-Verdiener Hollywoods
Bildgalerie
Stars
Karlheinz Böhm ist tot
Bildgalerie
Todesfall