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Roland Emmerichs "2012"

08.11.2009 | 15:33 Uhr
Sie halten zusammen: Sonams Großmutter (Lisa Lu, l.) und Kate Curtis (Amanda Peet, r.). © Sony Pictures
Sie halten zusammen: Sonams Großmutter (Lisa Lu, l.) und Kate Curtis (Amanda Peet, r.). © Sony Pictures

In seinem opulenten Weltuntergangsepos "2012" lässt es Regisseur Roland Emmerich richtig krachen.

Spätestens seit den Katastrophenfilmen "Independence Day" und "The Day After Tomorrow" darf sich der deutsche Hollywood-Regisseur Roland Emmerich Meister des Infernos nennen. In seinem jüngsten Kinospektakel "2012" setzt er noch eins drauf und liefert einen Desaster-Film, in dem die Erde durch Erdbeben, Vulkanausbrüche und gigantische Flutwellen weitgehend zerstört wird. Emmerich greift tief in die volle Kiste der Computereffekte, würzt das überlange Weltuntergangsepos aber auch mit Humor und Ironie.

Wettlauf gegen den drohenden Untergang

Info
2012

Deutscher Kinostart: 12. November 2009

Regie: Roland Emmerich

Darsteller: John Cusack, Chiwetel Ejiofor, Amanda Peet, Oliver Platt, Thandie Newton, Danny Glover, Woody Harrelson u.a.

2009 erhält die US-Regierung unter dem schwarzen Präsidenten Thomas Wilson (Danny Glover) einen vertraulichen Report, der vorhersagt, dass die Erde in wenigen Jahren dem Untergang geweiht ist. Starke Sonnenaktivitäten heizen durch Neutronenstrahlung das Erdinnere so auf, dass die Erdkruste aufbricht und die Kontinentalplatten sich verschieben. Während Wissenschaftler rund um Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor) fieberhaft nach Auswegen suchen, wird an oberster Stelle ein geheimer Katastrophenplan entwickelt, der jedoch nur die Rettung der Mächtigen und Reichen vorsieht. Doch die Katastrophe kommt ohnehin noch rascher.

Als der Buchautor Jackson Curtis (John Cusack) und seine beiden Kinder einen Ausflug in den Yellowstone Nationalpark machen, stoßen sie nicht nur auf eine riesige militärische Forschungseinrichtung, sondern auch auf den Verschwörungstheoretiker Charlie Frost (Woody Harrelson), der alle Anzeichen vom Ende der Welt festhält und über seine Radiostation verbreitet. Jackson nimmt ihn zunächst nicht ernst. Doch als in Los Angeles die Straßen aufbrechen, beginnt ein Wettlauf gegen den drohenden Untergang. Sein Ziel ist der Himalaya, wo rettende Archen auf Passagiere warten.

Beispielloses Inferno

Das Ende ist nah: "2012". © Sony Pictures

Vor dem Kinostart sorgte die Beobachtung, dass der uralte Kalender der Mayas im Dezember 2012 endet, für rege Diskussionen im Internet über "2012". Die düstere Prophezeiung wird im Film jedoch nur gestreift, viel wichtiger sind für die Story die Vorhersagen von Wissenschaftlern. Auch wenn diese in geophysikalischer Hinsicht manche Fragen aufwerfen, so reichen sie Regisseur Roland Emmerich doch allemal, ein beispielloses Inferno in Gang zu setzen.

Emmerich gibt sich diesmal nicht mit einer Katastrophe zufrieden, sondern reiht gleich mehrere aneinander, wobei die schlimmste ein Riesentsunami ist, der selbst Himalaya-Gipfel überspült. In Anlehnung an die biblische Arche Noah können sich wenigstens einige tausend Menschen in Archen retten, eine von Chinesen gebaute Kombination aus U-Boot und Raumschiff.

Emmerich übertrifft sich selbst

Keiner wird verschon. © Sony Pictures

Mehr als die Hälfte des Films besteht aus visuellen Effekten. Dabei übertrifft Emmerich die Vorgängerfilme bei weitem. Allerdings überspannt der Action-Spezialist den Bogen oft, etwa wenn ein Flugschüler in perfekter Luftakrobatik zwischen kollabierenden Hochhäusern hindurchfliegt oder ein Auto gleich dreimal aufklaffende Erdrisse überspringt. Sorgen solche Bilder für unfreiwillige Heiterkeit, so lockert Emmerich die düstere Story gelegentlich mit einer Prise Dialogwitz oder Situationskomik.

Wie üblich bei Emmerich wird das Ensemble nicht sonderlich gefordert. Die Szenen mit Chiwetel Ejiofor als Wissenschaftler, der die Menschheit retten will, und John Cusack als Vater, der seine Familie retten will und dabei zum Helden wird, sind letztlich nur Lückenfüller zwischen den Actionsequenzen. Nicht zuletzt dank der üppigen Schauwerte ist die 200 Millionen US-Dollar teure Materialschlacht aber allemal unterhaltsam. (ddp)

DerWesten

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Kommentare
09.11.2009
18:45
Roland Emmerichs 2012
von Peter.K | #4

Die Filme, die Emmerich in Amerika gedreht hat sind nur einfach nur Schrott. Handlung und Drehbücher unter alle Kanone, die Filme bestehen nur aus Spezialeffekten.

09.11.2009
11:43
Roland Emmerichs 2012
von bernieabg | #3

...das können die Amerikaner...
Emmerich ist Schwabe! Das nur nebenbei und als Hinweis, daß es nicht auf die Nationalität ankommt.
Ansonsten eher Kritik an den Kritikern:
1. Wenn man in die Achterbahn steigt tut man das auch nicht um über zwischenmenschliche Beziehungen zu philosophieren.
2. Emmerich-Filme sind Achterbahn, und das ist gut so.

09.11.2009
09:53
Roland Emmerichs 2012
von gerdg | #2

zu 1 : toller Film ,das ist etwas für die Fantasie,das können die Amerikaner.Wer das nicht mag braucht nicht reingehen.Vielleicht sollte derjenige sich mit Überlieferungen und Mythen beschäftigen,bischen mit Kultur der Majas oder mit unserer vielleicht.Die Beweglichkeit im Gehirn ist die Zukunft unserer Menscheit.

08.11.2009
19:46
Roland Emmerichs 2012
von Rheinberger45 | #1

Völliger Schwachsinn!!!!!!!!!!!!!!!!

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