"Ouija" – ein durchschaubares Spiel mit dem Teufel

"Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel" kann nicht unbedingt mit einer originellen Geschichte oder guten Schockmomenten aufwarten. Dafür wissen die jungen Darsteller zu überzeugen.
"Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel" kann nicht unbedingt mit einer originellen Geschichte oder guten Schockmomenten aufwarten. Dafür wissen die jungen Darsteller zu überzeugen.
Foto: Universal Pictures
Was wir bereits wissen
In dem Horrorthriller "Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel" bekommen ein paar junge Erwachsene über ein okkultes Brettspiel Kontakt zur Geisterwelt.

Essen.. Die amerikanische Spielzeugfirma Hasbro vermarktet nicht nur Roboterfiguren, sie führt auch Brettspiele im Sortiment. Eines davon diente als Inspirationsquell und Namensgeber des Gruselfilms "Ouija". Das Spiel besteht aus einem Brett, mit dem Geister bei spiritistischen Sitzungen Kontakt mit den Spielern aufnehmen können, indem sie die Felder "Ja" oder "Nein" und die Buchstaben des Alphabets ansteuern. Das Glasauge in einem hölzernen Herz erlaubt es, die herbeigerufenen Geister dann auch zu sehen.

Der Geist, den sie rief

Soweit der Spielspaß. Auf der Leinwand geht es ernster zu. Die junge Debby hat einen Geist gerufen, der sich nicht mehr abschütteln lässt. Schlimmer noch, er bringt sie um. Ihre beste Freundin Laine (Olivia Cooke) will die Hintergründe von Debbys Tod erforschen und versucht, mit drei Freunden und ihrer jüngeren Schwester Sarah (Ana Coto) in einer Ouija-Séance Kontakt mit Debby aufzunehmen. Das Experiment misslingt, denn nicht Debby kommt, sondern jemand anderes.

Was in gewisser Hinsicht auch auf den Film selbst zutrifft. "Ouija", in Deutschland mit dem markigen Titel "Spiel nicht mit dem Teufel" versehen, ist das Regiedebüt von Stiles White, der bislang durch Drehbücher für Gruselfilme auffiel. Dass er nun auch inszenieren darf, liegt an Produzent Michael Bay, der gern Nachwuchskräften eine Chance einräumt, wenn das Projekt bei geringen Kosten viel Gewinn verspricht.

Ein inspirierter Grusler ist Whites Film nicht. Seine Schockstrategien sind lähmend durchschaubar, sein Drehbuch ist dumm genug, um Fragen aufzuwerfen, die es nicht beantworten könnte. Immerhin gibt es mit Ana Coto eine charismatische Jungaktrice mit Talent für größere Aufgaben. Dann aber möglichst ohne Michael Bay.

Wertung: zwei von fünf Sternen