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My Name is Khan

07.06.2010 | 16:39 Uhr
My Name Is Khan. © 20th Century Fox
My Name Is Khan. © 20th Century Fox

Mit "My Name Is Khan" und Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan will das indische Kino westliche Leinwände erobern.

Rizvan Khan (Shah Rukh Khan) hat eine Mission zu erfüllen: Der muslimische Inder möchte dem US-Präsidenten mitteilen, dass er kein Terrorist ist. Seit dem 11. September 2001 steht der harmlose Autist aufgrund seiner Herkunft unter diesem Generalverdacht. Sein Aussehen, sein Nachname und seine Religion haben dem Wahlamerikaner bereits den Job und die Liebe seines Lebens gekostet. So kann es nicht weitergehen. Doch mit seinem Ansinnen, sich dem US-Präsidenten tapfer entgegenzustellen, macht er alles nur noch schlimmer.

Mit "My Name Is Khan", einer farbenfrohen Kreuzung aus "Rain Man" und "Forrest Gump", versucht das indische Kino, westliche Leinwände zu erobern. Denn obwohl Bollywood als Synonym für die indische Filmindustrie inzwischen ein fester Begriff im internationalen Kinogeschäft ist, sind indische Produktionen und Darsteller außerhalb des asiatischen Kontinents noch immer weitgehend unbekannt.

Dem indischen Kino auf internationalem Parkett auf die Sprünge helfen

Info
My Name Is Khan

Kinostart: 10. Juni 2010

Regie: Karan Johar

Darsteller: Shah Rukh Khan, Kajol Devgan, Christopher B. Duncan, Steffany Huckaby und andere

Stattdessen sorgen amerikanische und europäische Werke für Furore, die auf die typischen Elemente des indischen Kinos zurückgreifen. Der achtfache Oscarpreisträger "Slumdog Millionär" oder die Schweizer Komödie "Tandoori Love" sind dafür beste Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit.

Mit "My Name Is Khan" wird nun der umgekehrte Weg beschritten. Das facettenreiche Drama ist eine Produktion, die dem indischen Kino auf internationalem Parkett auf die Sprünge helfen soll. Die Hauptrollen wurden dafür eigens mit den Bollywoodstars Shah Rukh Khan und Kajol Devgan besetzt.

Flüssige und flotte Geschichte mit allen Facetten Bollywoods

Bei der Filmlänge unterwarfen sich die Produzenten derweil westlichen Sehgewohnheiten. Als sich bei ersten Vorführungen in Europa herausstellte, dass die zweieinhalbstündige Originalfassung dem abendländischen Publikum zu lang war, zog sich Regisseur Karan Johar noch einmal in den Schneideraum zurück. Herausgekommen ist eine um knapp 40 Minuten gekürzte Fassung, die trotz berechtigter Bedenken zahlreicher Bollywoodfans keineswegs zerstückelt erscheint.

Der Zuschauer erlebt eine flüssige und flotte Geschichte, die weiterhin alle Facetten des indischen Kinos enthält. Es darf geliebt, gelacht und geweint werden. Zudem werden gesellschaftskritische Fragen aufgeworfen. Auch auf die obligatorischen Tanzeinlagen wird nicht verzichtet. In "My Name Is Khan" wird allerdings nicht aus heiterem Himmel das Tanzbein geschwungen. Die Szenen reihen sich nahtlos in die Handlung ein. Zudem schafft es Shah Rukh Khan, den autistischen Titelhelden authentisch darzustellen. Gerade für Bollywood-Einsteiger ist "My Name Is Khan" vorzüglich geeignet. (ddp)

DerWesten

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