"Let’s Be Cops" – Komödie um zwei falsche Polizisten

Die Freunde Justin (Damon Wayans, Jr.) und Ryan (Jake Johnson) haben Erfolg – als falsche Polizisten.
Die Freunde Justin (Damon Wayans, Jr.) und Ryan (Jake Johnson) haben Erfolg – als falsche Polizisten.
Foto: HO
Was wir bereits wissen
Die Freunde Ryan und Justin werden nach ein Party irrtümlich für Polizisten gehalten und finden schnell Gefallen an ihrem Doppelleben.

Essen.. Es existiert ein weit verbreiteter Irrglaube, dass ein erfolgreiches Konzept beliebig oft und in konstant sinkender Qualität den Zuschauern das Geld aus den Taschen zieht. Jüngstes Beispiel dafür ist Luke Greenfields „Let’s Be Cops“, der auch durch den deutschen Beititel „Die Party Bullen“ keine Aufwertung erfährt.

Dabei geht es genau darum, dass die im Leben bislang wenig erfolgreichen Freunde Ryan (Jake Johnson) und Justin (Damon Wayans, Jr.) in eine Kostümparty schliddern, und als sie diese wieder verlassen, da tragen sie plötzlich Polizeiuniformen und werden prompt als echte Gesetzeshüter missverstanden.

Weil nun plötzlich auch der Basisflirt bei Frauen wie von selbst läuft, finden die „Party Bullen“ zusehends Gefallen an der neuen Doppelidentität, was in der Folge zu kindischen Streichen führt, die überall Treffer landen, nur nicht auf dem Zwerchfell.

Ärger mit der Russenmafia

Zwischendurch legen sich die Jungs auch mit der Russenmafia an, was auf der einen Seite gut ist, weil es Andy Garcia Gelegenheit zu einem erfreulich finsteren Gangsterauftritt verschafft; auf der anderen Seite hat es zur Folge, dass der Film im letzten Drittel allen Ernstes versucht, ernsthaften Thrill aufzufahren. Kino-Programm

Nun kannte man das Missverhältnis von Schulhofwitzen und Brutalhärten schon aus „Ananas Express“ und „21 Jump Street“, aber „Let’s Be Cops“ bleibt selbst hinter solchen Vorbildern noch weit zurück. Zu berechnend ist das Drehbuch, zu uninspiriert die Regie, zu gesichtslos die Besetzung der Hauptrollen.

Immerhin aber lassen sich hier ganz prächtig soziologische Studien betreiben über den Uniformfetisch, der sich in gewissen Kreisen der amerikanischen Gesellschaft weiter ungenierter Beliebtheit erfreuen darf. Zumindest wird hier so getan, als ob.

Wertung: einer von fünf Sternen