Jude Law sucht mit einem U-Boot nach einem Goldschatz

Es geht einiges schief bei der Suche nach dem Goldschatz im Schwarzen Meer. U-Boot-Kapitän Robinson (Jude Law, Mitte) hat einige Probleme zu lösen.
Es geht einiges schief bei der Suche nach dem Goldschatz im Schwarzen Meer. U-Boot-Kapitän Robinson (Jude Law, Mitte) hat einige Probleme zu lösen.
Foto: Sony Pictures
Was wir bereits wissen
In "Black Sea" sucht eine U-Boot-Crew um Kapitän Robinson (Jude Law) im Schwarzen Meer nach einem versunkenen Goldschatz der Nazis.

Essen.. Ein Luft abschnürendes Abenteuer vor modernen exotischen Kulissen, eine Art Mission Impossible mit harten Männer, die im Leben nichts mehr zu verlieren haben – diese Zielvorgaben deuten an, was aus „Black Sea“ auch hätte werden können. Robinson steht als frisch ausgemusterter U-Bootkapitän ohne Perspektiven da. Ein russischer Freund, dem es nicht besser erging, bietet eine Offerte an.

Riskantes Unterfangen

Ein gewisser „Investor“ stellt eine beachtliche Summe für ein riskantes Unterfangen bereit. Robinson soll mit einem U-Boot einen Goldschatz der Nazis vom Boden des Schwarzen Meeres bergen. Das Gefährt entpuppt sich als Rosthaufen der Sowjetmarine, die britisch-russische Mannschaft rekrutiert sich aus Draufgängern und Halsabschneidern, aber in ihren Tätigkeitsbereichen kann ihnen keiner was vormachen. Keine leichten Voraussetzungen, aber selbst Robinson hätte nicht gedacht, wie schnell die Besatzungsmitglieder aneinander geraten.

Parallelen zu Hammond Innes und Alistair MacLean

Mit seinem neuen Spielfilm sucht der auch als Dokumentarist erfolgreiche Kevin Macdonald („Der Adler der neunten Legion“) die Nähe zu britischen Spannungsautoren wie Hammond Innes („Das blaue Eis“) und Alistair MacLean („Eisstation Zebra“) und hat dafür neben dem mittlerweile schon ganz ordentlich verwitternden Jude Law ein Aufgebot an verschlagenen, granitenen Charaktergesichtern aus Europas zweiter und dritter Reihe an Bord.

Auf seinem Kurs durch die Standardsituationen des U-Boot-Thrillers findet der Film aber kaum einmal zu jener Inspiration, die aus Bewährtem das eine Körnchen destilliert, das einen Film über den Durchschnitt hievt.

Zu trivial ist das Drehbuch von „Utopia“-Erfinder Dennis Kelly angelegt, zu leichtfertig bleiben dramatische Situationen ungenutzt, werden Figuren aus der Handlung gekippt und Plausibilitätslücken billigend in Kauf genommen. In den starken Momenten erreicht „Black Sea“ die Kraft und Intensität von „U-571“ und der ersten Hälfte von „Below“ und „K-19“. Öfter aber fährt er den Vorbildern nur hinterher.

Wertung: drei von fünf Sternen