Jim Caviezel in "When The Game Stands Tall"

Er weiß, wo es lang geht: Football-Coach Bob Ladouceur (Jim Caviezel) mit seinen Spielern.
Er weiß, wo es lang geht: Football-Coach Bob Ladouceur (Jim Caviezel) mit seinen Spielern.
Foto: Sony

When the Game Stands Tall – Trailer 1

Unglaubliche 151 Spiele hat das Highschool-Footballteam "Spartans" gewonnen. Dann ist die Siegesserie plötzlich vorbei, der Coach hat einen Herzinfarkt und ein Spieler stirbt unter tragischen Umständen. Kann das Team zu alter Form zurückfinden?
Fr, 06.02.2015, 21.30 Uhr

Unglaubliche 151 Spiele hat das Highschool-Footballteam "Spartans" gewonnen. Dann ist die Siegesserie plötzlich vorbei, der Coach hat einen Herzinfarkt und ein Spieler stirbt unter tragischen Umständen. Kann das Team zu alter Form zurückfinden?

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Was wir bereits wissen
In dem Sportdrama „When The Game Stands Tall“ muss sich der überaus erfolgreiche Football-Trainer Bob Ladouceur plötzlich an Niederlagen gewöhnen.

Essen.. American Football ist der US-Sport Nummer eins, ein Teamsport mit Luft für spektakuläre Einzelszenen und dramatische Kurzzeitfenster, in denen enorm viel passieren kann. Hollywood greift das immer wieder gerne auf, da Footballfilme in Amerika satte Kasse machen. „When The Game Stands Tall“ generierte eher magere Einnahmen, wird aber trotzdem auf die deutschen Kinozuschauer losgelassen.

In der Highschool-Nachwuchsliga ist Bob Ladouceur der Startrainer schlechthin. Für die De La Salle High School war er über ein Vierteljahrhundert der Coach, der sein Team ungeschlagen durch zwölf Spielzeiten führte. Ein solcher Rekord ist für sich eindrucksvoll, doch geht es hier eher um Selbstfindung im Zeichen bröckelnden Erfolges. Jim Caviezel, der leidensreiche Jesus aus „Die Passion Christi“, spielt den Sport- und Religionslehrer Ladouceur als in sich gekehrten, gegen jegliche Versuchungen imprägnierten Saubermann, dem jedermann Charisma zuspricht, wovon man auf der Leinwand aber gar nichts sieht.

Authentisch choreographierte Sportszenen

Nach einem Herzinfarkt muss Ladouceur pausieren und in der Folge mit neuem Team auch den Geschmack der Niederlage in Kauf nehmen. Regisseur Robert Carter („Save The Last Dance“) inszeniert das alles zwischen recht authentisch choreographierten Sportszenen und dröger Familiensoap. Texteinblendungen zu Ort und Zeit sollen die historische Wahrheit unterstreichen, belegen aber nur filmische Einfallsarmut für eine weitere Erfolgsstory aus amerikanischer Fließbandfertigung. Es hat seine Gründe, weshalb amerikanische Sportfilme hierzulande nicht punkten. Einer davon ist das Problem aller Sportfilme: Nur auf dem Platz ist wichtig.

Wertung: zwei von fünf Sternen