„Insidious: Chapter 3“ - Der Anfang der Geschichte

Elise Rainier (Lin Shaye, Mitte), die Frau mit den übersinnlichen Kräften, soll den Dämon bezwingen.
Elise Rainier (Lin Shaye, Mitte), die Frau mit den übersinnlichen Kräften, soll den Dämon bezwingen.
Foto: Sony Pictures
Was wir bereits wissen
„Insidious: Chapter 3“ erweist sich als moderner Spukhausgrusel nach bewährtem Strickmuster. Licht und Musik moderieren die Gruselszenen.

Essen.. James Wan versteht sein Geschäft. Wo immer der Mann als Regisseur oder Produzent seine Finger im Spiel hat, da klingelt die Kasse und Fortsetzungen sprießen wie Pilze aus dem Boden. „Insidious: Chapter 3“ ist nun titelgemäß schon die zweite Fortsetzung des Erfolgsgruslers „Insidious“ (engl. für heimtückisch) von 2010. In Deutschland hat er den Beititel „Jede Geschichte hat einen Anfang“.

Horror Die nahe liegende Frage, warum erst das dritte Kapitel den Anfang erzählt, beantwortet sich mit der Kreativgewalt des smarten Australiers Leigh Whannell, der sich als Wegbegleiter im Schatten James Wans zunächst bei der „Saw“-Reihe und dann mit „Insidious“ als Drehbuchspezialist entpuppte, der Erfolgsmuster konsequent auszuwringen versteht.

Eine Dame mit übernatürlichen Kräften

Im Prinzip bleiben die Geschichten stets gleich. Auch diesmal sorgt ein Dämon aus dem Jenseits für Unruhe, als er plötzlich ein Teengirl (Stefanie Scott) drangsaliert und ihre Seele sogar in die Schattenwelt entführt. Geisterjäger werden hinzugezogen, aber Tucker und Specs (Leigh Whannell und Angus Sampson) sind wie schon in den vorigen beiden Filmen keine Herausforderung für einen echten Dämon.

Somit kommt Elise Rainier (Lin Shaye) ins Spiel, eine ältere Dame mit übernatürlichen Kräften, die sich ihrer Verantwortung stellt und helfend beispringt. Im Rahmen eines modernen Spukhausgrusels ist das alles routiniert gefilmt und die Musik gibt vor, wann es spannend wird und wann man sich zu erschrecken hat. Der eine große Unterschied zu den früheren „Insidious“-Filmen ist, dass diesmal nicht mehr das Licht eingeschaltet wird, wenn es unheimlich wird.

Diese radikale Neuerung hin zum Dunklen wird „Insidious“-Fans verstören, weil nun auch sie im „Conjuring“-Kosmos festsitzen. Da aber James Wan in beiden Fällen tatkräftig mitmischte, sollte sich der Aufschrei der Empörung schnell beruhigen. Das Horrorkino für Teenager ist eben nur am schnellen Geld interessiert. Das ist verwerflich. Aber der Kinobesuch ist immer noch freiwillig.


Wertung:
Zwei von fünf Sternen