Inglourious Basterds
07.03.2010 | 23:58 Uhr 2010-03-07T11:58+0100Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" jagen Nazis - und Christoph Waltz brilliert als charmantes Terrormonster.
Brad Pitt als einer der "Inglourious Basterds": Was sich der wunderwahnsinnige Quentin Tarantino da ausgedacht und in den Studios von Potsdam-Babelsberg über Monate in die Tat gehext hat, das glaubt man erst, wenn man es gesehen hat.
Unter dem strammen Regiment von Aldo Raine (Brad Pitt), einem Minenarbeiter aus den Bergen von Tennessee, bringen die amerikanisch-jüdischen „Basterds” im Zweiten Weltkrieg im deutsch besetzten Frankreich nicht einfach nur verhasste Nazis zur Strecke, wenn sie auf sie treffen. Nein, sie prügeln ihnen mit Baseballschlägern ihr völkisches Bewusstsein aus dem Schädel. Sie skalpieren sie - wirklich. Sie nehmen ihnen Stiefel, Eisernes Kreuz und Goldzähne als Trophäen ab. Sie verbreiten unter ihnen Angst und Schrecken und so manches unübersehbare Andenken auf der Stirn. Dabei ist es ganz entschieden ein Kinn, das nach 155 Minuten Film am längsten in Erinnerung bleiben wird: das Kinn von Christoph Waltz.
Christoph Waltz mit diabolischer Explosivität
Deutscher Kinostart: 20.08.2009
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Brad Pitt, Diane Kruger, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Daniel Brühl, Mike Myers, Til Schweiger u.a.
Mag Bruno Ganz sich als untergehende Bunkerbestie alle Mühe gegeben und Helge Schneider sich als Führerkasper nach Kräften verrenkt haben – kein Schauspieler ist uns mit seiner diabolischen Explosivität und leisen Grausamkeit zuletzt als Leinwand-Nazi so unter die Haut gefahren wie dieser Hans Landa.
Waltz spielt den SS-Offizier als charmantes Verhör- und Terrormonster, dass es einem den Atem verschlägt. An der Stelle des Österreichers hätte auch Leonardo DiCaprio stehen können, der erst für die tragende Rolle favorisiert war; Brad Pitt wird an die Wand gespielt. Aber dann sieht man die erste Szene dieses überraschend reflektierten, dialogstarken und mätzchenarmen War-Westerns und weiß: der Kopf dieser gewagten Weltkriegs-Neuschreibung ist Christoph Waltz. Gleich anfangs sitzt er am Tisch eines französischen Kollaborateurs, trinkt Milch, lächelt und umsäuselt mit lämmchenfrommem Lächeln die Leistungen des Hausherrn: ”Auf die Töchter und die Kühe. Bravo!”
Das Kino besiegt die Wirklichkeit
Im nächsten Moment, der Killer mit Manieren hat die Farbe gewechselt, dass es einen fröstelt, perforieren Maschinengewehrsalven den Holzboden, unter dem sich jüdischen Flüchtlinge versteckt hielten. Nur eine entkommt: Shosanna Dreyfus (Melanie Laurent), die mit dem leutseligen Landa später in Paris noch einen Strudel zu knabbern hat. Ihr Kino wird zur Zentrale des Widerstands. Dort wird Quentin Tarantino am Ende mit den Mitteln von Trash, Fiktion und brennenden Filmrollen bewerkstelligen, was der „Operation Walküre” versagt blieb.
„Operation Kino”, das Attentat, funktioniert: Hitler (wunderbar: Tatort- und Theaterberserker Martin Wuttke) und Göhring sterben in den Flammen. Das Kino besiegt die Wirklichkeit. Ein Film korrigiert die Geschichtsschreibung. Das ist Tarantinos kühnster Regie-Gedanke. Neben der Idee, den zum Fürchten freundlichen Österreicher Waltz zum gefürchteten Judenjäger zu machen.
23:52
Inglourious Basterds ist einer der besten Filme aktuell und ich kann jedem der ihn im Kino nicht sehen konnte nur als DVD empfehlen !
10:58
Unerträglich & widerlich, diese gewaltverherrlichende Gewaltdarstellung! Wahre Vorbilder sind Leute wie Ghandi, der mit gewaltfreiem Widerstand der imperialistischen Kolonialmacht England erfolgreich getrotzt hat.
10:12
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10:11
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08:35
Der Film ist absoluter Schrott, das ist nicht mal ein B-Movie, wenn überhaupt nur ein D-Movie. Tarantino hat lediglich ein paar absurde Filmstücke aneinanderklebt und dies mit brutalen Szenen verbunden, der Film bewegt sich auf den Niveau schlechte Spagettiwestern aus den frühen 70´er Jahren. Diesen Film würde keiner sehen wollen, wenn er nicht vonTarantino käme und kein B. Pitt mitspielen würde.
Nur die schauspielerische Leistung von Christoph Walz ist sehenswert und hält einen zurück, nach 10 min das Kino zu verlassen. Ich habe mich ziemlich geärgert, für diesen Film Geld ausgegeben zu haben.
08:34
So ich war gestern im Kino. Mir das hat Film gut gefallen. Die Dialoge sind echt Spitze. Wo ich wohl am lautesten lachen musste war:
Sag und wo deine Kammeraden sind, oder du wirst nie wieder ein Sauerkraut-Sandwich essen...zeig es uns mit deinen Wiener-Würstchen-Fingern auf der Karte xDD
Toller Film und das Ende ist spitze (aber man will ja nicht zu viel verraten). ;)
@Heinrich der geistig Kleine:
Tja ein weiteres mal werden in der Filmwelt deine bestimmt ach so geliebtet nationalistischen Ideale aufs Korn genommmen... :-)
...geh schmollen. ;-)
22:22
Es ist traurig, daß es Leute gibt, die solche Filme schauen. Eine Schande aber stellt es dar, daß ein solches Machwerk mit bundesdeutschen Fördergeldern teilfinanziert wurde. Pfui!
14:59
Freue mich sehr, dass Christoph Waltz mit dieser Rolle endlich die lang verdiente Anerkennung bekommt. Er ist zweifellos einer der besten nund vielseitgsten deutschsprachigen Schauspieler, die je über die Leinwand geflimmert sind!
11:50
ahja, Göhring stirbt .... Hugo Göhring?