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Green Zone
15.03.2010 | 10:39 Uhr 2010-03-15T10:39+0100Der gute Amerikaner: In "Green Zone" sucht Matt Damon im Irak nach dem Grund für den Krieg.
Im März 2003 begann der Irakkrieg, bei dem die USA und verbündete Streitkräfte den Irak besetzten. Als Begründung für die Invasion und den Sturz von Diktatur Saddam Hussein wurde die Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen genannt. Doch Offizier Roy Miller, der in dem am 18. März anlaufenden Thriller "Green Zone" mit seinem Team diese chemischen Kampfstoffe bergen soll, findet sie nicht - und stellt immer lauter die Frage, warum.
Während im Nachkriegs-Bagdad die versammelte Presse auf Erfolgsmeldungen wartet, bekommt Miller von einem Iraker einen Tipp über ein geheimes Treffen hoher Funktionäre von Husseins Baath-Partei, darunter General Al Rawi. Als es Miller gelingt, einen der Verschwörer zu fassen, wird dieser brutal von einer anderen US-Einheit einkassiert. Im Auftrag eines CIA-Agenten soll Miller den Gefangenen zurückbringen und gerät dabei auf die Spur einer Intrige, in die der Sonderbeauftragte des Pentagon und eine Reporterin verwickelt sind. Bei der Verfolgungsjagd nach Al Rawi kommt Miller in eine paradoxe Situation.
Ratloser Held im nahöstlichen Kuddelmuddel
Wie kaum ein Konflikt seit dem Vietnamkrieg spaltete der Irakkrieg Europa und die USA, aber auch dort gab und gibt es Streit über diesen Einsatz, der nach anfänglichem Erfolg in einen Bürgerkrieg mündete. Der Film ist inspiriert von einem Sachbuch über die Irrtümer, die zu Beginn der Besetzung gemacht wurden, fiktionalisiert aber die komplizierte Gemengelage durch ihre Zuspitzung auf einzelne Personen. Wer die Bösen sind, ist hier schnell klar: das Pentagon (Verteidigungsministerium) und damit also die Regierung, die eine Begründung für den Krieg braucht und sich erst dann überlegt, wie der Irak mit all seinen ethnischen Konflikten befriedet werden kann.
Kinostart: 18. März 2010
Regie: Paul Greengrass
Darsteller: Matt Damon, Greg Kinnear, Brendan Gleeson, Amy Ryan und andere
Davon abgesehen jedoch, dass der rote Faden - die Suche nach jenem ominösen Insider, der Bescheid weiß über die Massenvernichtungswaffen - ziemlich spekulativ ist - letztlich geht nicht wirklich darum, Hintergründe zu beleuchten. Stattdessen verfährt Regisseur Paul Greengrass wieder im Geiste seiner "Bourne"-Thriller und reduziert die brisante Story mit Hilfe seines Lieblingsdarstellers Matt Damon auf die Mission eines idealistischen Einzelkämpfers, der zwischen konkurrierenden Gruppen innerhalb eines Systems zermahlen zu werden droht - ein Retter, der aus Gründen der Staatsräson die Bösen retten muss statt die Guten.
Explosive Action mit politischem Überbau
Dank rasanter Schnitte und zappeliger Handkamera fühlt sich der Zuschauer immer mittendrin, wenn Kampfmaschine Miller sich den Weg durch das nahöstliche Kuddelmuddel bahnt. Matt Damon, glaubwürdig zwischen Rambo und Grübler balancierend, verrichtet erneut gute Heldenarbeit. Auch atmosphärisch werden die richtigen Knöpfe gedrückt; der Anblick der Parallelwelt der "Green Zone" im eroberten Regierungspalast, wo die Amerikaner am Pool relaxen und praxisferne Beamte Pläne für den Irak schmieden, wirkt angesichts der Einheimischen, die Wochen nach dem Einmarsch an Wassermangel und unter Attentaten leiden, geradezu empörend.
Doch nicht nur im Vergleich mit Kathryn Bigelows kürzlich Oscar-gekröntem Irakkriegsfilm "Tödliches Kommando - The Hurt Locker", in dem Bombenentschärfer mythische Größe gewinnen, ist das"Green Zone"-Szenario dürftig - und ziemlich naiv. Mitsamt dem Lärm, den Explosionen, dem Testosteron ist auch die Politik nur Teil der Begleitmusik für einen Antikriegsfilm, also einen Kriegsfilm, dessen klischeehaftes "ätsch-bätsch"-Ende angesichts heutiger Zustände ziemlich hilflos wirkt. Doch als Actionabenteuer ist das Getöse ganz o.k. - falls man in der glücklichen Lage ist, in seinem langweiligen Leben etwas künstliche Aufregung zu brauchen. (ap)
22:45
ich denke der grund für krieg reduziert sich letztenendes auf macht und geld...
#2 gefällt mir!
18:30
Wieso sucht man nach einen Grund für den Krieg,
ist doch bekannt es geht um Rohstoffe-oder.
17:53
@ desillision2010: Der Umstand, dass Ihre Antwort auf meinen Kommentar hin vom Moderator entfernt wurde, könnte mich in meiner Schlussfolgerung und meiner vorhergegangenen Argumentation bestätigen.
17:46
@ #1 Genauso wie es keine guten Deutschen gibt
17:27
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:57
@ # 1 Ihr undifferenzierter Kommentar spiegelt die qualitätslose schwarz- weiß Mentalität vieler politischer Wirrungen wieder, welche seit 2001 (WTC) und 2003 (Irakkrieg) immer weiter um sich gegriffen haben. Darauf aufbauend präsentieren Sie auch die mangelnde Diskussionsfähigkeit ihres politischen Charakters und durch Ihre Pauschalisierung auch weiter ihre Verachtendene Einstellung gegen Menschen in oder aus den USA. Wenn man daraus etwas schlussfolgern dürfte, würde ich sagen: Sie sind ergriffen von der Bildzeitungs- und Stammtisch Propaganda.
Im übrigen war und bin ich Gegner des Irakkriegs und stehe dem Film sehr kritisch gegenüber.
13:07
Es gibt keine guten Amerikaner. Leider.