Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Filmpreis

Glamour bei Golden Globes

Zur Zoomansicht 14.01.2013 | 12:08 Uhr
Schön und talentiert: Schauspielerin Jessica Chastain hat für ihre Rolle im Terror-Drama "Zero Dark Thirty" den Golden Globe als beste Darstellerin gewonnen. Nicht nur bei der Preisverleihung am Sonntagabend in Los Angeles bezauberte...
Schön und talentiert: Schauspielerin Jessica Chastain hat für ihre Rolle im Terror-Drama "Zero Dark Thirty" den Golden Globe als beste Darstellerin gewonnen. Nicht nur bei der Preisverleihung am Sonntagabend in Los Angeles bezauberte...Foto: AFP

In Los Angeles sind zum 70. Mal die Golden Globes verliehen worden - der Film- und Fernsehpreis, der nach dem Oscar den höchsten Glamour-Faktor hat.

Christoph Waltz (56) war sichtlich überrascht. "Lasst mich erst mal Luft schnappen", waren die ersten Worte des frischgebackenen Golden-Globe-Gewinners vor Hollywoods versammelter Prominenz in Beverly Hills. Der gebürtige Wiener hielt die Goldene Weltkugel für seine Nebenrolle als Kopfgeldjäger in Quentin Tarantinos Sklavenwestern "Django Unchained" in den Händen.Ein Déjà-vu für Waltz und Tarantino: Den ersten Globe seiner Karriere hatte Waltz vor drei Jahren Tarantinos "Inglourious Basterds" zu verdanken. "Quentin, du weißt, dass meine Schulden dir gegenüber und meine Dankbarkeit nicht in Worten zu fassen sind", dankte Waltz dem Regisseur und Autor. Tarantino konnte sich zudem noch über einen Globe für das beste Drehbuch freuen.

Auch Ben Affleck musste um Fassung ringen. Er stemmte den Regie-Globe für "Argo" in die Luft und stammelte ungläubig los. Der 40-Jährige hatte Hollywood-Veteranen wie Steven Spielberg, Kathryn Bigelow und Ang Lee ausgestochen. "Es ist mir völlig egal, was das für ein Preis ist, wenn dein Name neben diesen Namen steht", strahlte Affleck. Und dann durfte er zum großen Finale noch einmal auf die Bühne. Auch der Spitzenpreis - bestes Filmdrama - ging an Affleck und seine Co-Produzenten George Clooney und Grant Heslov.

"Django Unchained" und "Argo" stoppen "Lincoln"-Siegeszug

Der spannende Film über eine aberwitzige, aber wahre CIA-Befreiungsaktion von US-Geiseln im Iran ist Afflecks dritte Regiearbeit. Der Globe-Triumph war eine echte Genugtuung nach seiner Pleite bei den Oscar-Nominierungen. Zwar gab es vergangene Woche sieben Nominierungen für "Argo", auch als bester Film, aber als Regisseur wurde das Multitalent von der Filmakademie ignoriert.

Die beiden Doppelgewinner "Django Unchained" und "Argo" stoppten jäh den erwarteten Siegeszug von Steven Spielbergs "Lincoln". Das Historiendrama war mit sieben Nominierungen ins Rennen gegangen, doch es gab nur eine Goldene Weltkugel für Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis. Ein schlechtes Omen für die Oscars? "Lincoln" sahnte in der vorigen Woche zwölf Nominierungen ab. Es wird sich zeigen, was Ende Februar bei Hollywoods größter Trophäenshow übrig bleibt.

Michael Haneke gewann für "Liebe" den Auslands-Globe

Für Michael Haneke (70) war die Globe-Gala der perfekte Testlauf für die Oscars. Mit dem Altersdrama "Liebe" stach der Österreicher die Mitstreiter im Rennen um den Auslands-Globe aus. Bei den Oscars hat die deutsch-österreichisch-französische Koproduktion gleich fünf Gewinnchancen, auch als bester Film und für die Regie.Auf der Globe-Bühne machte der bescheidene Regisseur neben einem muskulösen Landsmann eine gute Figur. "Ich hätte nie gedacht, dass ich in Hollywood einen Preis von einem Österreicher entgegennehme", flachste Haneke - Arnold Schwarzenegger überreichte die Trophäe für den fremdsprachigen Film zusammen mit Actionstar Sylvester Stallone. Haneke dankte vor allem seinen Darstellern Jean-Louis Trintignant und Emmanuelle Riva: Nur der Sockel der Trophäe sei für ihn, die Weltkugel obendrauf gehöre den französischen Stars.

Völlig unbescheiden ließ Jennifer Lawrence ihre Freude über den Globe als beste Komödiendarstellerin raus. "Ich habe Meryl (Streep) besiegt!", grinste der 22-jährige Star der Tragikomödie "Silver Linings". Streep, die im vorigen Januar als Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" ihre achte Globe-Trophäe eingeheimst hatte, hätte diesmal als frustrierte Ehefrau in der Komödie "Wie beim ersten Mal" punkten können. Es war ihre 27. Globe-Nominierung.

Tina Fey und Amy Poehler moderierten

Alle Promis waren da, von George Clooney über Julia Roberts bis Robert Pattinson. Nur Streep, die auch Trophäen verteilen sollte, verpasste wegen Grippe die Show. Sie wurde prompt von den neuen Moderatorinnen Tina Fey und Amy Poehler auf die Schippe genommen. "Meryl Streep ist heute Abend nicht dabei. Sie hat die Grippe - und ich höre, dass sie darin einfach wunderbar ist", witzelte Poehler über den Leinwandstar.

Das freche Frauen-Duo stand dem bissigen Vorgänger Ricky Gervais an Witz nicht nach. Auch Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow bekam ihr Fett ab. Ihr CIA-Thriller "Zero Dark Thirty" mit umstrittenen Folterszenen gewann einen Globe für Hauptdarstellerin Jessica Chastain. Sie habe die Kontroverse um "Zero Dark Thirty" nicht genau verfolgt, flachste Poehler. "Aber wenn es um Folter geht, so vertraue ich voll der Dame, die drei Jahre lang mit James Cameron verheiratet war". Der Saal brüllte, auch Bigelow lachte mit. (dpa)

.

Empfehlen
Neueste Fotostrecken aus dem Ressort
So viel verdienen die Hollywood-Stars
Bildgalerie
Forbes-Liste
Schiller auf dem roten Teppich
Bildgalerie
Filmpremiere
Die Top-Verdiener Hollywoods
Bildgalerie
Stars
Karlheinz Böhm ist tot
Bildgalerie
Todesfall
Zwischenfall bei Filmpremiere
Bildgalerie
Belästigung
Populärste Fotostrecken aus dem Portal
Casper begeistert 5.000 Fans
Bildgalerie
Zeltfestival Ruhr
Sakurai und Co.
Bildgalerie
Fotostrecke
Leoparden-Baby in Berlin
Bildgalerie
Raubkatze
Herner Bahnhof
Bildgalerie
Bahnhofstest
Neueste Fotostrecken aus dem Portal
Nachts im Kunsttunnel
Bildgalerie
Kunst im Tunnel
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Politik
Kray besiegt Wattenscheid
Bildgalerie
Fußball
Feuerwehr reißt die Hütte ab
Bildgalerie
Waldbühne
Hohokum
Bildgalerie
Geschicklichkeit
Facebook
Kommentare
Umfrage
Das Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet in die neue Saison. Besonders im Ruhrgebiet ist die Fan-Kultur sehr ausgeprägt. Was bedeutet Ihnen der Fußball?

Das Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet in die neue Saison. Besonders im Ruhrgebiet ist die Fan-Kultur sehr ausgeprägt. Was bedeutet Ihnen der Fußball?

 
Fotos und Videos
Fifty Shades of Grey - Trailer
Video
Erotik-Verfilmung
Movie Days - The Dark Zone
Video
Film-Treffen
Aus dem Ressort
„The Expendables 3“ – die Action-Opas lassen’s wieder krachen
Kino
Das eine muss man Sylvester Stallone lassen. Wenn er eine ertragreiche Kino-Kuh aufgetan hat, dann weiß er sie auch effektvoll auszumelken. Beim dritten Teil der Expendables-Reihe nimmt Stallone einmal mehr gekonnt die Action-Kurve. Es wird geballert und geprotzt
"Madame Mallory" - ein Koch-Duell mit Helen Mirren
Tragikomödie
In der Komödie "Madame Mallory und der Duft von Curry" von Regisseur Lasse Hallström glänzt Oscar-Preisträgerin Helen Mirren als Restaurant-Chefin eines Gourmettempels in Südfrankreich. Mit dieser Komödie knüpft der Regisseur 14 Jahre nach "Chocolat" an seinen Erfolg im "Kochfilm" an.
"Storm Hunters" – Auf der Jagd nach dem nächsten Tornado
Thriller
Und wieder fliegen dicke Lastwagen durch die Luft: In dem Katastrophenfilm "Storm Hunters" verzichtet Regisseur Steve Quale auf eine ausgeklügelte Geschichte, in der ein zerstörerischer Tornado eine Kleinstadt im Mittleren Westen der USA bedroht. Die Spezialeffekte sind allerdings sehenswert.
Maries dunkles Geheimnis – ein beeindruckendes Werwolf-Drama
Horror
In dem Horrorfilm "When Animals Dream" kommt es zu seltsamen Vorkommnissen in einem kleinen dänischen Fischerdorf. Dort bemerkt die 16-jährige Marie, dass sich ihr Körper immer stärker verändert. Ihr Vater versucht, sie vor den Blicken der Dorfbewohner zu schützen. Doch das ist äußerst schwierig.
"Besser als nix" – Sinnsuche im Beerdigungsinstitut
Komödie
Tom ist 19. Er weiß nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll. In Ute Wielands Verfilmung von Nina Pourlaks Roman „Besser als nix“ schmeißt er erst die Schule, um dann eine Lehrer beim Bestatter zu beginnen. Die Tragikomödie lehnt sich an die Serie „Six Feet Under“ an