Gewinner verraten? Peinliche Golden-Globes-Panne

Die Golden Globe Awards sind eine Institution im amerikanischen Kulturbetrieb, die nach den Oscars als wichtigste Auszeichnung der US-Unterhaltungsindustrie gelten. Entsprechend groß war die Aufregung, als zwei Tage vor der Verleihung plötzlich angebliche Gewinner auf der offiziellen Website auftauchten.

Am Sonntag werden in Beverly Hills die 72. Golden Globes vergeben - einem übereifrigen IT-Mitarbeiter dauerte das aber offenbar noch zu lange: Am Freitagnachmittag wurden auf der offiziellen Homepage bereits kurzzeitig zwei mögliche Gewinner veröffentlicht, wie "The Guardian" berichtet. Unter anderem wurde das Disney-Musical "Into the Woods" als bestes Musical/beste Komödie "ausgezeichnet", zudem wurde In der Kategorie "Bestes Drama" der Film "Selma" gelistet. Wollte da schon jemand vorarbeiten?

Angeblich war alles ein großes Missverständnis. Ein Sprecher des verantwortlichen Website-Betreibers erklärte laut "USA Today", dass alles nur ein Test gewesen sei. "Wir haben zufällig zwei Filme ausgewählt, ohne zu wissen, wer gewinnt." Dass ein solcher Test beim wichtigsten Filmpreis nach den Oscars für Aufregung und Verwirrung sorgen dürfte, hätte allerdings klar sein müssen.

Neben dem Martin-Luther-King-Film "Selma" sind auch noch "Foxcatcher", "The Imitation Game", "The Theory of Everything" und "Boyhood" als bestes Drama nominiert. Insgesamt hat aber der Streifen "Birdman" die Nase ganz vorn: In gleich sieben Kategorien wurde der Film des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu für den Golden Globe nominiert, darunter für die "Beste Komödie", den "Besten Hauptdarsteller Komödie" Michael Keaton und die "Besten Nebendarsteller" Emma Stone und Edward Norton. Auch Christoph Waltz darf für seine Rolle in der Komödie "Big Eyes" auf seinen dritten Golden Globe seit 2010 hoffen.