"Fünf Freunde 4" - Hölzern und humorlos in Ägypten

Weit und breit kein Ziel in Sicht: Die Fünf Freunde auf gefährlicher Mission.
Weit und breit kein Ziel in Sicht: Die Fünf Freunde auf gefährlicher Mission.
Foto: Constantin Film
Was wir bereits wissen
Der Kinderfilm "Fünf Freunde 4" kann nicht in Gänze überzeugen. Die vier menschlichen Darsteller stehen inzwischen an der Schwelle zum Erwachsensein.

Essen.. „Kritik von Leuten über zwölf interessiert mich überhaupt nicht“, soll die britische Kinderbuchautorin Enid Blyton als ihre Maxime ausgegeben haben. Womit sie jene meinte, die in ihren Büchern Rassismus entdeckt haben wollten. Wahrscheinlich interessiert auch den Regisseur Mike Marzuk keinerlei Kritik von Erwachsenenseite, hat er mit seinen bisher drei „Fünf Freunde“-Filmen doch jeweils über eine Million Besucher verzeichnen können. Und das, obwohl Enid Blyton hier nur noch als Markenname auftaucht.

Von finsteren Anführern in eine Kammer gesperrt

Auch bei „Fünf Freunde 4“ wird sich am Kassenerfolg vermutlich nicht viel ändern, obwohl es diesmal schon problematisch wird. Die vier Darsteller, den Hund mal nicht mitgerechnet, stehen mittlerweile bereits an der Schwelle des Erwachsenwerdens, was die Klientel einengt.

Eigentlich müsste man jetzt realistischer inszenieren, traut sich aber nicht so ganz. Die Gefahren bergen inzwischen tödliche Konsequenzen: Als die Freunde diesmal in Ägypten in Kutten gehüllten Grabräubern in die Quere kommen, sperrt deren finsterer Anführer alle in eine Kammer mit absenkbarer Decke.

Es geht diesmal also in den Orient, wo der Vater von Julian, Dick und Anne im ägyptischen Institut für Altertum eine wertvolle Entdeckung in Form eines uralten Schlüssels präsentieren möchte. Er hat nicht lange etwas davon, denn finstere Gesellen rauben das Teil, Vater Bernhard landet dafür im Knast und seine drei Kinder samt Freundin George müssen die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Eine leise Hoffnung für alle über zwölf

Angesichts von so vielen besseren Kinderfilmen im Angebot könnte man jetzt klagen über eine hölzerne Inszenierung, über Humorlosigkeit und den Versuch, sie mit armseligen Slapstick-Versuchen zu durchbrechen. Doch da solche Kriterien die Zielgruppe noch nie gestört haben, bleibt uns Menschen weit über zwölf nur die leise Hoffnung, dass es einen fünften Teil vielleicht nicht mehr geben wird.

Wertung: zwei von fünf Sternen