"Entourage" - Abrechnung mit dem Showgeschäft

Entourage war ein Serienerfolg. Doch die Neuauflage als Film hat in den USA einen schlechten Start hingelegt.
Entourage war ein Serienerfolg. Doch die Neuauflage als Film hat in den USA einen schlechten Start hingelegt.
Foto: Warner
Was wir bereits wissen
In den USA ist der Kinostart gefloppt – kommt die Verfilmung der erfolgreichen Serie Entourage in Deutschland an?

Essen.. Von einer dramatischen, komischen Abrechnung mit dem Showgeschäft handelte 2004 die Serie „Entourage“ beim Bezahlkabelsender HBO. 2011 war nach 96 Folgen in acht Staffeln Schluss. Nun hat Seriengründer Doug Ellin das Projekt für einen Kinofilm wieder aufgelegt. In Amerika fiel „Entourage“ auf der Leinwand durch. Und es spricht viel bis alles dafür, dass sich diese Niederlage in Deutschland wiederholt.

Der gut aussehende Hollywood-Star Vincent Chase (Adrian Grenier) realisiert dank tatkräftiger Hilfe seines Agenten Ari Gold (Jeremy Piven) als erste Regiearbeit einen sündhaft teuren Actionfilm. Als kurz vor Ende der Fertigung das Geld ausgeht, setzt Ari sich mit texanischen Geldgebern für zusätzliche Kredite in Verbindung. Vincents Entourage – sein Halbbruder Johnny (Kevin Dillon), der smarte Manager Eric (Kevin Connolly) und der bodenständige Salvatore (Jerry Ferrara) – ist als ständige Gefolgschaft im Spannungsfeld von Sex, Drogen, Geld und Karriere eigennützig am Puls des Geschehens.

Die Erfahrung zeigt es immer wieder, dass eine ursprünglich frische Idee keine Funken mehr schlägt, wenn sie nach über einem Jahrzehnt noch einmal aufgewärmt wird. Auch im vorliegenden Fall entpuppt sich der Kinofilm schnell als fadenscheiniges Hilfsprogramm für aus der Mode gekommene Schauspieler, die genauso an Frische eingebüßt haben wie ihre Rollen. Das prahlerische Posaunen zwischen Macho-Sprüchen und Kindskopfallüren ist deshalb nicht mehr lustig. Die Gags verhungern auf halber Strecke, das Aufgebot namhafter Gaststars taugt allenfalls zur eitlen Nabelschau.

Wertung: Zwei Sterne