Ella und der Superstar – ein finnischer Junge wird berühmt

Ella (orangefarbenes Shirt) und ihre Klassenkameraden helfen Pekka (2.v.r.), dass sein Traum vom Leben als Superstar wahr wird.
Ella (orangefarbenes Shirt) und ihre Klassenkameraden helfen Pekka (2.v.r.), dass sein Traum vom Leben als Superstar wahr wird.
Foto: Film Kino Text
Was wir bereits wissen
In „Ella und der Superstar“ möchte Pekka viel lieber berühmt sein, als Mathe zu lernen. Die zweite Verfilmung aus Timo Parvelas Kinderbuch-Reihe verliert gegenüber der Vorlage an Charme.

Essen..  Pekka möchte so gerne berühmt sein. Als der Junge erfährt, dass eine große Sängerin in einer kleinen finnischen Stadt auftritt, sieht er seine Chance gekommen. Die bekannte Frau wünscht sich ein Kind. Wieso sollte Pekka nicht ihr Kind werden? Zusammen mit seinen Mitschülern in der zweiten Klasse, allen voran die kleine Ella, schmieden sie Pläne, wie sie Pekka auf die Bühne bringen können, obwohl er gar nicht singen kann: „Ella und der Superstar“ ist bereits der zweite Teil der erfolgreichen Kinderbuchreihe des Finnen Timo Parvela, der nun in die Kinos kommt.

Warum das Einmaleins lernen?

Wenn man als bekannter Rockstar einen Manager hat, der für einen alles erledigt, warum sollte man dann noch das Einmaleins lernen? Diese Frage stellt sich der junge Pekka, während die tiefstehende Sonne durchs Fenster in den Klassenraum scheint. „Das Einmaleins lernst du für dein Leben“, versucht der Klassenlehrer ihn für die Welt der Zahlen zu begeistern. Ein Beispiel kann er den Schülern aber leider auch nicht geben. Dafür droht der Lehrer mit einem Mathe-Test.

„Ella und der Superstar“ ist eine Komödie, die Grundschulkinder ganz gut unterhält (FSK: ab 0 Jahre). Jungen und Mädchen werden in den 86 Minuten an einigen albernen-absurden Stellen kichern, wenn dem Lehrer zum Beispiel die Brille auf der Nase verrutscht. Und am Ende fühlen sie mit Pekka, dass das Star-Leben nicht nur verlockend ist. Ein Manager, der einem Jungen das Rechnen abnimmt, kann ihm dafür ganz schön auf der Nase rumtanzen.

Zerstreute Erwachsene

Die Erwachsenen kommen in diesem Kinderfilm nicht gut weg. Sie werden nicht nur dümmlich dargestellt, das Ganze ist auch noch schlecht gespielt. Zwar überdreht Autor Timo Parvela in seinen Ella-Büchern die Geschichten ebenfalls: Er lässt die Kinder wilde Einfälle umsetzen und den Lehrer zerstreut und mit kindlichem Gemüt durchs Leben laufen, dass man sich ihn nur schwer als Pädagogen an einer echten Schule vorstellen kann. Trotzdem hat die Buchreihe mehr Tiefgang. In Deutschland hat der Hanser-Verlag bereits zehn Bände herausgebracht, am 23. Februar erscheint das elfte Buch: „Ella und die Ritter der Nacht“. Die Geschichten sprühen vor Charme. Dem Regisseur Marko Mäkilaakso gelingt es nicht, ihn auf die Leinwand zu übertragen.
Wertung: drei von fünf Sternen