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Duell der Magier

31.08.2010 | 14:09 Uhr
Duell der Magier © Walt Disney
Duell der Magier © Walt Disney

Nicolas Cage kämpft als Zauberer aus dem Mittelalter in der Großstadt von heute.

Seit mehr als 1000 Jahren schlummert die Hexe Morgana (Alice Krige) im Inneren einer Schachtelpuppe. Bewacht wird das Kleinod von Zaubermeister Balthazar (Nicolas Cage). Doch nun scheint Morgana kurz vor ihrem Ausbruch zu stehen. Um das zu verhindern, begibt sich Balthazar auf die Suche nach dem einzig wahren Magier, der sie endgültig vernichten kann. Ausgerechnet in dem unscheinbaren Physikstudenten Dave (Jay Baruchel) glaubt er den Auserwählten zu erkennen. Doch Dave hat ganz andere Sorgen: Er möchte das Herz seiner Jugendliebe für sich gewinnen.

In "Duell der Magier" lassen die Disney Studios die Grundidee aus Johann Wolfgang von Goethes Ballade "Der Zauberlehrling" neu aufleben. 70 Jahre nachdem Mickey Maus in der Trickfilmsammlung "Fantasia" die Besen tanzen ließ, kehrt die Geschichte vom aufmüpfigen Magier auf die Leinwand zurück - diesmal allerdings als Realfilm beziehungsweise als imposante Fantasyaction. Die Besen tanzen in "Duell der Magier" nur am Rande.

Zauberhafte Actionbilder

Regisseur Jon Turteltaub ("Das Vermächtnis der Tempelritter") geht es zuerst um zauberhafte Actionbilder. Nahezu pausenlos wird der Zauberstab geschwungen. Es blitzt und kracht an allen Ecken und Enden. Der Film erinnert dadurch eher an die "Harry Potter"-Reihe als an Goethes Vorlage. Die Parallelen zwischen diesem Film und J.K. Rowlings Helden sind zumindest unverkennbar.

Auch in "Duell der Magier" wird ein unbedarfter Bursche damit konfrontiert, dass er ein schlummerndes Talent zum Zaubern hat. Und auch er muss im Verlauf des Geschehens das Böse bezwingen, obwohl er sich viel lieber irdischen Problemen widmen würde. Daher ist es verständlich, dass Dave nicht immer gleich tut, was ihm sein Zaubermeister Balthazar, gespielt von Nicolas Cage ("The Weather Man"), anrät.

Unverdorbener Zauberlehrling

Der Film lebt neben seiner furiosen Optik besonders von der unverdorbenen und unverbrauchten Art des jungen Zauberlehrlings. Hauptdarsteller Jay Baruchel ("Tropic Thunder") stellt selbst Nicolas Cage in seinen Schatten. In den beiden Tempelritterfilmen, die Cage zuvor mit Turteltaub drehte, wirkte der Hollywooddarsteller zumindest noch weitaus frischer und präsenter.

Ein wenig deplatziert erscheint wiederum die Liebesgeschichte, die sich zwischen Dave und seiner Jugendliebe Becky anbahnt. Die australische Newcomerin Teresa Palmer ("Bedtime Stories") hat in ihrem Part nicht viel mehr zu tun als den zaubernden Physikstudenten mit großen Augen anzuhimmeln. Doch glücklicherweise bleibt die Liebesgeschichte eine Randerscheinung. "Duell der Magier" ist in erster Linie ein rasanter Actionfilm, an dem vor allem junge Zuschauer ihren Spaß haben werden. (ddp)

("Duell der Magier", Fantasy, USA 2010, 111 Minuten, FSK: 12, Regie: Jon Turteltaub, Darsteller: Nicolas Cage, Jay Baruchel, Alfred Molina, Monica Bellucci u.a.)

DerWesten

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