Dokumentation zeigt die Natur-Schönheiten Afrikas in 3D

Eine Berggorilla-Familie im Virunga Nationalpark in Ruanda. Die Aufnahmen sind in 13 afrikanischen Ländern an fast 600 Drehtagen entstanden.
Eine Berggorilla-Familie im Virunga Nationalpark in Ruanda. Die Aufnahmen sind in 13 afrikanischen Ländern an fast 600 Drehtagen entstanden.
Foto: Polyband/dpa
Was wir bereits wissen
Wüste, Savanne, Geysire, Berge, Meer: Den Überlebenskampf afrikanischer Tiere zeigt die Natur-Dokumentation "Afrika - Das Magische Königreich" in 3D.

Essen.. Dokumentarfilmer sind die letzten wahren Abenteurer. Keine andere Einschätzung erscheint angemessen angesichts der logistischen und technischen Anstrengungen, um in den letzten verbliebenen Landstrichen des Planeten unberührte Natur aufzuspüren. „Afrika – Das magische Königreich“ ist der blumige Titel einer weiteren Produktion der Superlative von BBC Earth.

Hausregisseur Patrick Morris und Co-Regisseur Neil Nightingale („Unsere Erde“) verfügten über ein Budget von 18 Millionen Euro und bezahlten damit eine Reise durch 13 Länder des schwarzen Kontinents. 30 Drehs an 573 Drehtagen (Presseheftinformation) brachten fotografische Großtaten hervor, wenn etwa ein Krokodil ein Gnu vom Ufer abgreift, einem Elefanten in den Rüssel gespäht wird oder die Kamera entlang einer Seilkonstruktion über die Victoriafälle gleitet. Um die natürliche Vielfalt der Regionen Afrikas abzubilden, entwickelte man ein Konzept der sieben Welten.

Erklärungen wie im Pixi-Buch

Der Film eröffnet im Regenwald, übersiedelt zu einem Lava speienden Vulkan, es folgen Wüste und Savanne, dann geht es hinab ins Meer, von dort hinauf in die Eiswelt des Mount Kenya und zuletzt hinab in eine sanfte Flusslandschaft. Wie stets bei solchen Produktionen steht der kameratechnische Aufwand in keinem Verhältnis zur inhaltlichen Seite.

Die Naturfilme von Disney, Grzimek, Hass, Sielmann oder Cousteau in den 1950er und -60er Jahren boten dem Publikum Bildkulissen, die nicht mal eben mit einem All-Inclusive-Reisepaket erreichbar waren. Und sie boten Informationen zu dem, was sie zeigten. Die heutigen Dokus erklären ihre Bilder auf dem geistigen Niveau eines Pixi-Buchs. Afrika ist mehr als jeder andere Kontinent auf Wasser angewiesen, so heißt es zu Beginn. Und nun lehnen wir uns zurück und denken darüber nach, ob es sich hierzulande ohne Wasser gut leben ließe.

Wertung: Drei von fünf Sternen