Die Vampirschwestern 2 – Fledermäuse im Bauch

Vampirschwester Dakaria (Laura Roge) fährt auf Murdo (Tim Oliver Schultz) ab, den Sänger der Band „Krypton Krax“.
Vampirschwester Dakaria (Laura Roge) fährt auf Murdo (Tim Oliver Schultz) ab, den Sänger der Band „Krypton Krax“.
Foto: Sony
Was wir bereits wissen
Gemäßigte Blutsauger lassen sich für jedes Alter vermarkten, sei es der "Kleine Vampir" für die Jüngeren, die "Twilight"-Saga für die Teens und die unter anderem in Herne gedrehten "Vampirschwestern" für das Segment dazwischen. Jetzt kommt Teil 2 in die Kinos.

Essen.. Vampire haben es deutlich besser als beispielsweise Zombies. Sie leiden nicht an verwesenden Körpern und besitzen einen scharfen Verstand. Gemäßigte Blutsauger lassen sich deshalb für jedes Alter vermarkten, sei es der "Kleine Vampir" für die Jüngeren, die "Twilight"-Saga für die Teens und die unter anderem in Herne gedrehten "Vampirschwestern" für das Segment dazwischen.

Letztere sind ungemein erfolgreich, schließlich hat die Buchserie von Franziska Gehm um die Halbvampir-Schwestern Silvania (Marta Martin) und Dakaria (Laura Roge) es auf elf Titel gebracht, im Kino ist man erst beim zweiten Film angekommen.

Vielleicht funktioniert der Stoff deshalb so gut, weil der Kontrast von gewöhnlicher Kleinstadt und ungewöhnlicher Kleinfamilie seine Reize hat. Immerhin ist Vater Mihai Tepes (Stipe Ercec) als echter Nachtmensch noch auf Blutersatz angewiesen, geht Menschen-Mutter Elvira (Christiane Paul) einer geregelten Arbeit nach und besuchen die beiden Sprösslinge eine normale Schule. Nette Nachbarn also, bei denen nur die zwei Särge im Keller irritieren und die Blut-Pasta beim Mittagessen, bei der es nicht hilft, sich Tomatensoße vorzustellen.

Kontrast von gewöhnlicher Kleinstadt und ungewöhnlicher Kleinfamilie

Alle Figuren aus dem ersten Film machen weiter, auch der für den Slapstick zuständige Michael Kessler als Vampirjäger, der mit einem Knoblauchzerstäuber gegen die "Brut" vorgehen will. Das alles ist viel unterhaltsamer als der Erzählkern, bei dem es um den Auftritt der Vampir-Band Krypton Krax geht, für deren Sänger Murdo (Tim Oliver Schultz) die schwarzhaarige Dakaria schwärmt und für den sie viele Verbote missachtet.

Immerhin fährt Murdo schließlich derart auf Dakaria ab, dass er sie einlädt, ihn auf der Tournee zu begleiten. Dass bei einem solchen Angebot nicht der geringste Anflug von erotischem Interesse spürbar wird, damit zeigt der Regisseur die Grenzen des Machbaren auf. Man muss halt an sein Publikum denken.


Wertung: drei von fünf Sternen