"Die Trauzeugen-AG" - Die nächste Hochzeits-Komödie

Was wir bereits wissen
Die Komödie "Die Trauzeugen-AG" knüpft an den Trend zum Hochzeitsfilm an. Die Gags sind allerdings meist platt und manchmal peinlich.

Essen.. Schon seit Jahren beherrscht eine nahezu unbändige Begeisterung für anzügliche Gags und peinliche Situationen die amerikanischen Komödien. Mit dem ersten Teil der „American Pie“-Serie fing alles an. Seither sind die Fans in den Augen Hollywoods zwar älter, aber keineswegs erwachsener geworden.

Und die Erfolge von Filmen wie „Hangover“ oder „Brautalarm“ geben den Produzenten Recht. Mittlerweile geht es, wie nun auch in Jeremy Garelicks „Die Trauzeugen AG“, meist um Hochzeiten, doch das hindert niemanden daran, sich wie ein unsicherer Teenager zu benehmen.

Doug Harris (Josh Gad) hat eigentlich alles, was er sich jemals erträumt hat. Er ist erfolgreich und wird bald die attraktive Gretchen Palmer (Kaley Cuoco-Sweeting) heiraten. Es gibt nur ein Problem. Doug hatte nie Zeit für Freundschaften. Nicht einmal Trauzeugen kann er auftreiben. Als Rettung bleibt ihm nur die „Trauzeugen-AG“ des findigen Geschäftsmanns Jimmy Callahan (Kevin Hart). Der ist für einen entsprechenden Betrag jedermanns bester Freund.

Natürlich läuft in Garelicks Variation der Hochzeitskomödie nichts wie geplant. Beim ersten großen Essen mit Gretchens Familie geht die Großmutter fast in Flammen auf. Die Freunde, die Jimmy für Doug besorgt, sind eine Ansammlung skurriler Gestalten. Und selbst Gretchen ist längst nicht die, die der Bräutigam in ihr sehen will.

Gelegentlich entwickelt der Film satirische Schärfe

Die Verwicklungen sind also absehbar, und viele der Komplikationen nicht einmal annähernd so lustig, wie Garelick und sein Ko-Autor Jay Lavender meinen. Aber gelegentlich entwickelt „Die Trauzeugen AG“ eine satirische Schärfe, die einen für die eher mäßigen Gags entschädigt.

So müssen Doug und seine ‚Freunde’ ein Football-Spiel gegen Gretchens Vater und dessen Freunde absolvieren. Was nach harmlosem Spaß klingt, entwickelt sich zu einem rücksichtlosen Kampf der Generationen, der eine der großen gesellschaftlichen Spannungen unserer Zeit offenbart.

Wertung: drei von fünf Sternen