Der Vater als Zielscheibe im Computer
25.11.2009 | 14:42 Uhr 2009-11-25T14:42:00+0100
Essen. Was führt Mimi im Schilde, als sie sich nach vielen Jahren plötzlich mit einer ungewöhnlichen Forderung am Telefon meldet? "Das Vaterspiel" von Regisseur Michael Glawogger ist ein Komplexes Film-Drama um Beziehungen zwischen Mann und Frau, Vater und Sohn, Bruder und Schwester.
Für Ratz ist diese Frage kein Thema. Noch am gleichen Abend macht der junge Programmierer von Computerspielen sich auf den Weg von Wien nach New York, wo ihn seine Jugendfreundin am nächsten Morgen in Empfang nehmen wird. Sie führt Ratz in ein Vorstadthaus, in dessen Keller ein alter Mann mit Nazi-Vergangenheit haust. Worum geht es Mimi wirklich? Ratz hat viel zu klären, auch im eigenen Leben. Denn den verhassten Vater mordet er tausendfach in einem selbst entwickelten Computerspiel. Und die Schwester liebt er mehr als erlaubt.
Deutscher Kinostart: 26. November 2009
Regie: Michael Glawogger
Darsteller: Helmut Köpping, Christian Tramitz, Sabine Timoteo, Ulrich Tukur u.a.
Der österreichische Filmautor Michael Glawogger bleibt nicht zu fassen. Nach der unbestechlich scharfen Dokumentation „Unser täglich Brot” und dem chaotischen Psychedelic-Road-Movie „Contact High” legt er nun seinen ersten Film nach Fremdvorlage vor. "Das Vaterspiel" nach dem Roman von Josef Haslinger („Opernball”) ist ein komplexes Drama um Beziehungen zwischen Mann und Frau, Vater und Sohn, Bruder und Schwester und mindestens drei Generationen. Dabei ist jeder Handlungsstrang für sich allein genommen spannend, in der gegenseitigen Verflechtung aber beginnen die Geschichten sich zu neutralisieren.
Trotz beachtlich aufspielender Darsteller (Sabine Timoteo, Ulrich Tukur und Christian Tramitz) läuft der Teig auseinander. Dieser Film hat mehr abgebissen als er kauen konnte.
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