"Der kleine Drache Kokosnuss" will endlich nicht mehr Tollpatsch sein

Mit seinen Freunden gerät Kokosnuss von einem Abenteuer ins nächste.
Mit seinen Freunden gerät Kokosnuss von einem Abenteuer ins nächste.
Foto: Universum
Was wir bereits wissen
"Der kleine Drache Kokosnuss" will in seinem ersten Kinoabenteuer beweisen, dass er kein Baby mehr ist – sondern ein großer mutiger Drache.

Essen.. „Das kleine Gespenst“ hat diesen Ortswechsel gewagt oder auch das „Grüffelokind“ und Findelbär „Paddington“. Sie alle haben den Sprung hinaus aus dem Kinderbuch, rauf auf die Leinwand bereits hinter sich. Jetzt setzt eine weitere Erfolgsfigur zur Landung an, „Der kleine Drache Kokosnuss“.

Zunächst muss er einmal fliegen lernen. Kokosnuss steht am Abgrund. Er hat Flugprüfung, alle Augen sind auf ihn gerichtet. Er nimmt Anlauf und. . . – nun, er ist halt ein recht tollpatschiges Feuerdrachenkind. Also sucht der Junge mit der etwas kartoffeligen Kopfform andere Möglichkeiten, um seinen Eltern und dem ganzen Drachenreich zu beweisen, dass er kein Baby mehr ist. Er will ganz allein das wertvolle Feuergras bewachen. Klar, dass wieder etwas schief geht. Doch das ist der Beginn eines großen Abenteuers für ihn und seine Freunde, Fressdrache Oskar und Stachelschwein Matilda. Es führt die drei quer über die Dracheninsel, zu Vulkanen, gefährlichen Schlucklöchern und geradewegs hinein in einen Kochtopf – als lebendige Zutaten wohlgemerkt.

3D wäre nicht nötig gewesen

In diesem Kinderfilm sind die Farben lieblich, die Figuren niedlich, aber die Welt ist nicht immer friedlich. Wenn die drei Abenteurer mit einem Happs im Erdboden versinken und eingeschlossen sind, ist das aufregend. Für manches Kind vielleicht sogar (zu) unheimlich. Doch schnell geht es heiter weiter.

Es scheint inzwischen zum guten Ton zu gehören, dass Animationsfilme in 3D gezeigt werden. Für Kinder mag es einen gewissen Spaß bedeuten, die klobige Brille aufzusetzen. Nötig wäre es in diesem Fall aber nicht gewesen. Die Bilder hätten auch ohne 3D wenig von ihrer Strahlkraft verloren. Und die Figuren werden von ihren Sprechern Max von der Groeben, Dustin Semmelrogge und Carolin Kebekus ohnehin mühelos getragen.

Dumm ist die Idee, die Kinderbuchreihe von Ingo Siegner um einen Kinofilm zu ergänzen, aus Sicht der Macher sicher nicht. Buch und Film werden sich gegenseitig vermarkten – so geschickt gelegt zu Weihnachten.

Wertung: Vier von fünf Sternen