„Der Hobbit“ - Drei lange Stunden in Mittelerde
10.12.2012 | 19:12 Uhr 2012-12-10T19:12:00+0100
Essen. Regisseur Peter Jackson macht aus J.R.R. Tolkiens schmalem „Hobbit“-Roman gleich drei epische Filme. Am Donnerstag kommt der erste Teil ins Kino. Es gibt ein Wiedersehen mit Mittelerde, vielen bekannten Figuren und Monstern. Eigentlich ist alles wie beim „Herr der Ringe“.
Das Buch „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien betrachte er im Grunde als Skizze, wird der Regisseur Peter Jackson zitiert. Er aber sei angetreten, daraus ein Ölgemälde zu machen. Jackson wollte damit wohl all jenen den Wind aus den Segeln nehmen, die in seiner Absicht, aus einem nur 300 Seiten starken Jugendbuch drei mächtige Filme zu machen, reine Beutelschneiderei vermuten. Schon der am Donnerstag in die Kinos kommende Auftakt „Eine unerwartete Reise“ bringt es auf etwa 174 Minuten, wovon allerdings der Abspann mit seiner Legion von Namen schon 16 Minuten in Anspruch nimmt.
Langer Rückblick auf Massaker
Tatsächlich nimmt der Regisseur sich ungemein viel Zeit, nicht nur bei der Einführung der neuen Helden-Figuren. Aber man kann ihm sicher nicht vorwerfen, dass er nun jeden Punkt und jedes Komma dreht und wendet. Dafür ist Jackson ein zu gewiefter Menschenfänger, der weiß, wie er sein Publikum bei der Stange hält. Also gibt es zu Beginn erst einmal einen langen Rückblick auf die Vernichtung des Zwergenreiches Erebor durch einen feuerspeienden Drachen.
Und als Nachschlag das Massaker, dass die hässlichen Orks unter den fliehenden Zwergen anrichten. Man wird das Gefühl nicht los, als hetze Jackson hier verklausuliert militante Palästinenser auf das heimatlose Volk der Juden.
„Herr der Ringe“ noch einmal
Dass der Regisseur bereits Tolkiens „Herrn der Ringe“ in drei Teilen verfilmt hat (und wie dick waren diese Bücher im Vergleich!), das erweist sich nicht etwa als Vorteil bei einem Stoff, der 60 Jahre zuvor im Phantasiereich Mittelerde spielt. Auf Unkundige in der personenreichen Tolkien-Literatur nimmt er keine Rücksicht, sie werden ihre liebe Mühe haben, mit den zahllosen Namen und Verbindungen klarzukommen. Und nicht selten hat man das Gefühl, als sei man im „Herrn der Ringe“ steckengeblieben: Zu ähnlich ist die Struktur der Erzählung, die wieder von einer gefahrvollen Mission angetrieben wird und bei der erneut der Zauber Gandalf (Ian McKellen) als Reiseführer dient. An deren Ende wartet auch wieder eine schier unmögliche Aufgabe: das Zwergenreich aus den Klauen des Drachen Smaug zu befreien.
Die Bedrohung klingt nie ab
Da kommt nun endlich die Titelfigur des Buchs ins Spiel, der Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman), der eigentlich mit einer vollen Speisekammer und einem guten Buch vollauf zufrieden ist. Das Wort Gefahr gehörte bisher nicht zu seinem Wortschatz. Die Zwerge aber wollen ihn auf Gandalfs Rat hin mitnehmen, weil der Drache den Hobbit-Geruch nicht kennt und Bilbo unbemerkt an ihm vorbeikommen könnte.
Der Film mag kaum einen Satz des Buches auslassen, aber Jackson, der Herr der Dinge, weiß immer genau, wann die nächsten Monstren einzusetzen sind, um die Bedrohung für die kurzbeinigen Recken nie abklingen zu lassen. Nach den Orks auf ihren Riesenhunden warten schon die menschenfressenden Trolle, die unterirdischen, von Geschwüren zerfressenen Goblins, monumentale Steinriesen oder monströse Spinnen, die ganze Wälder in totes Holz verwandeln. Und Bilbo hat seine erste Begegnung mit dem zwielichtigen Gollum und dem später einmal so wichtig werdenden Ring.
Der Blick ins Drachenauge
Dass er dabei vom Stubenhocker zum Helden aufsteigt, ist die eine Sache. Die andere ist, dass man irgendwann nicht mehr mitansehen kann, wie unsere Reisegesellschaft zu Fuß quer durch die Landschaft flüchtet, weil ihnen ihre Esel längst abhanden gekommen sind. „Das Schlimmste haben wir jetzt wohl hinter uns“, atmet Bilbo am Ende auf. Der kennt Peter Jackson noch nicht: Die letzte Einstellung ist ein Blick ins finstere Drachenauge.
21:17
Sorry, aber so eine irrwitzige "Rezension" habe ich schon lange nicht mehr lesen dürfen. Schaut niemand anderes über den Text, bevor dieser auf die Leser losgelassen wird?
19:14
Dass jemandem ein Film nicht gefällt kann passieren, aber diese Rezension ist eine Frechheit. Hier hat jemand in Unkenntnis der Materie ("Riesenhunde"....) versucht sich von der Masse abzuheben und hierfür zu absolut unangebrachten Mitteln gegriffen; heimatlose Juden massakrierende Palästinenser? Für diese Geschmacklosigkeit erwarte ich eine Entschuldigung des Rezensenten [edt.]
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
19:03
Gibt es bei dieser Zeitung eigentlich niemanden der hohle Kommentare seitens der Zeitungsschreiber blockiert ? Ärmer gehts ja kaum noch: abstruse vergleiche, eigentlich auch nix verstanden, weil uninteressiert, na ja , schon unglaublich was Herr Hohmann da an niveaulosen Unsinn von sich gibt,
14:34
Zeitungen.
Leider ist das gewaltig daneben gegangen. Selten so einen Schwachfug gelesen.
Der Vergleich Hamas und Juden ist aber völlig dabneben gegangen. Dür diesen Unsinn sollte der Autor sich eigentlich entschuldigen.
Da werden wir wohl lange drauf warten...
betr "ismet"
ganz richtig Ihre Anmerkung - auf kritische Mails bekommt man zu 99,9% keine Reaktion -
höchstens eine nette Blockade eines anonymen Moderators!
@JulieBergmann - Bitte keinen Verfolgungswahn. Wenn Sie eine berechtigte Kritik haben, dann äußern Sie diese. Leider beinhalten die meisten Kritiken an uns unsachliche, übertriebene Darstellungen und Beleidigungen - so etwas beantworten wir auch nicht.
Der Autor kann die Kommentare selbst lesen und wir ggf. darauf antworten. Wir nehmen die Kritik mit in die Konferenz und dann sollen sich das die Verantwortlichen selbst anschauen.
An sonsten gilt: Genau lesen und nicht bei jedem Reizwort sofort einen Sachverhalt erfinden.
Gruß
Moderation
14:31
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
14:05
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
Es ist "beruhigend" zu lesen, dass es auch noch weitere Leser dieses einst vorbildhaften Verlagshauses gibt, die hier einen verdächtigen Qualitätsverfall erkennen.
Diese Filmbesprechung ist mal wieder ein Zeugnis für den Verlust - nicht nur an Inhalt und Form, sondern auch zunehmend grammatisch !!!
Bleiben Sie bitte weiter so kritisch - ggf ändert sich ja mal was...
ist auch bald Weihnachten - da kann man sich doch immer was wünschen !
10:52
Ich empfinde den Vergleich mit den Palästinensern und den Juden in einer Fantasie-Rezension völlig deplaziert und daneben.
Selten habe ich mich über eine Film-Kritik so geärgert, wie über diese von Herrn Hohmann. Da bleibe ich wohl spiegel.de treu, da weiß ich, was ich habe.
Gibt es bei der WAZ wohl niemanden mehr, der sich Artikel nach Rechtschreibfehlern und wie in diesem Beispiel, nach inhaltlichen Ausrutschern ansieht?
Und wieder mal ein trauriges Beispiel für schlechten Journalismus.
Und traurig, dass ich das als Essener Jong sagen muss, der lieber der WAZ treu geblieben wäre, wenn sich die Qualität der Zeitungsberichte nicht seit ca. 2006 so sehr verschlechtert hätte.
donjon
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:49
Also wenn ich mir Berichte über die Hamas (den radikalen, nicht den pragmatischen Teil der Claudia Roth ;-) und die Fatah ansehe wo kleine Kinder mit Bombengürteln und AK47 zu sehen sind, konnte man schon auf den Gedanken kommen, dass beide was gemeinsam haben.
09:41
Keine schöne Rezension!
Unangemessene Vergleiche(Palästinenser & Juden)
Unkenntnis(Orks auf "Riesenhunden")
Ich bin kein Tolkien-Freak, aber diese Kritik klingt eher danach als ob der Herr Hohmann generell nichts mit dem Fantasy-Genre anfangen kann!
09:21
"Und als Nachschlag das Massaker, dass die hässlichen Orks unter den fliehenden Zwergen anrichten. Man wird das Gefühl nicht los, als hetze Jackson hier verklausuliert militante Palästinenser auf das heimatlose Volk der Juden."
Äh? Was führt Sie zu der Annahme, dass Jackson bei hässlichen, massakrierenden Orks ausgerechnet an Palästinenser denkt? [sarkasmus] Ich meine, klar, hässlich, säbelschwingend, von Natur aus böse - klar, das müssen Palästinenser sein! [/sarkasmus]