Das beste Agententeam seit der Erfindung von James Bond

Sie sind ein verschworener Haufen und zugleich ein Agententeam: „Die Pinguine aus Madagascar“ mit (v.l.) Kowalski , Skipper, Rico und Private.
Sie sind ein verschworener Haufen und zugleich ein Agententeam: „Die Pinguine aus Madagascar“ mit (v.l.) Kowalski , Skipper, Rico und Private.
Foto: DreamWorks Animation L.L.C.
Gastauftritte in den drei „Madagascar“-Filmen und eine eigene TV-Serie als Appetithappen – der Boden ist bereitet für den ersten eigenen Kinoauftritt als Hauptattraktion. Der Titel ist Versprechen und Programm in einem: „Die Pinguine aus Madagascar“ – mit Skipper, Rico, Kowalski und Private.

Essen.. Gastauftritte in den drei „Madagascar“-Filmen und eine eigene TV-Serie als Appetithappen – der Boden ist bereitet für den ersten eigenen Kinoauftritt als Hauptattraktion. Der Titel ist Versprechen und Programm in einem: „Die Pinguine aus Madagascar“. Sie heißen Skipper, Rico, Kowalski und Private und sie sind ein Haufen unberechenbarer Draufgänger.

Schon in der Antarktis, als sie noch Jungvögel waren, sträubten sie sich gegen das Klischee, dass Pinguine nur fröhliche, friedliche Zeitgenossen sind. Schon damals tanzten Skipper, Rico und Kowalski aus der Reihe und es war genau diesem Umstand zu verdanken, dass der kleine Private überhaupt aus dem Ei schlüpfen konnte und so zu seinen Freunden fand.

Eine verschworene Gemeinschaft

Diese Pinguine sind eine verschworene Gemeinschaft und das beste Agententeam seit der Erfindung von James und Bond. Diesmal finden sie heraus, dass der beliebte Wissenschaftler Dr. Octavius Brine in Wirklichkeit der Oktopus Dave ist. Der will alle Pinguine in Monster verwandeln, damit die Menschen nicht mehr länger Pinguine süß finden.

Dave ist mit allen bösen Wassern gewaschen, was an sich schon Herausforderung genug wäre, aber zu allem Überfluss taucht auch noch Nordwind auf, eine Organisation von verdeckt operierenden Geheimagenten. Ihr Anführer ist ein Wolf, der Geheimsache heißt; außerdem gibt es noch einen Eisbären, ein Seehundbaby und die Schneeeule Eva im Nordwind-Team. Die Jagd führt um die ganze Welt, aber irgendwie scheint Oktopus Dave auf alle Finten und Angriffe vorbereitet. Die Lage ist verzweifelt, aber genau das kann doch einen Pinguin nicht erschüttern.

Der bislang reichlich angespannte Kinoherbst 2014 hofft auf nachhaltige Stressentlastung an den Kinokassen, denn nach den immens erfolgreichen „Madagascar“-Filmen müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn der Alleingang der

Related content

Pinguine nicht auch die Kassen klingeln lassen würde. Ein Publikum, das angesichts steigender Eintrittspreise (dank 3D-Aufschlag) zunehmend auf Nummer sicher geht, wird im Fall der Pinguine gern das Bewährte bewahren und in einen Film strömen, der den Erwartungen weitgehend entgegenkommt. Das zuständige Studio DreamWorks konnte das enttäuschende Abschneiden des sündhaft teuren zweiten „Drachenzähmen“-Abenteuers nicht absehen, als der „Pinguin“-Film in Planung ging. Nun aber hat man Geldzufluss dringend nötig und die Pinguine liefern passgenau zu.

Der Film ist spitzfindig verquasselt und wild in Action und Slapstick und ganz generell immer eine Spur zu laut; eben typische DreamWorks-Linie. Die Handlung ist eher auf Familie als auf reines Kinderpublikum hin kalkuliert. Man versucht es allen recht zu machen und arbeitet deshalb mit dem Weg des geringsten Widerstands, weshalb die Story auffällig unoriginell daherkommt.

Eigentlich hat man alles schon mehrmals gesehen, egal ob aus „Die Unglaublichen“, „G-Force“ oder „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ – zu oft werden mittlerweile die immergleichen Knöpfe gedrückt und es könnte sich strafen, wenn weiterhin so viele Animationsfilme auf den Markt geworfen werden. Klar, dieser Pinguinfilm hat seine Momente, aber mehr als in einem Madagascar-Film sind es nicht. Es ist schon eine arg dünne Spaßmasche, mit der hier gestrickt wurde. Aber für dieses eine Mal wird es schon noch für einen Gute-Laune-Besuch ausreichen.

Wertung: drei von fünf Sternen