Clint Eastwood: "Ich zweifle nicht an mir selbst"
08.03.2009 | 00:01 Uhr 2009-03-08T00:01:00+0100
Hollywood. Clint Eastwood ist wieder da. Der große alte Mann des amerikanischen Films mimt in „Gran Torino” einen knorrigen, bitteren Rassisten. Wer den 78-Jährigen so im Kino erlebt, erkennt ihn zu Hause nicht wieder. WR-Mitarbeiter Dierk Sindermann hat den Star besucht und festgestellt: Eastwood kommt wie ein netter Großvater rüber, wenn er im Küstenort Carmel auf seiner Veranda sitzt und Kaninchen streichelt.
Herr Eastwood, denken Sie mit 78 nicht mal ab und zu über die Rente nach?
Clint Eastwood: (lächelt) Ich werde nie freiwillig aufhören. Mein Vater hat sich mit 60 pensionieren lassen, und nicht lange darauf war er tot.
Aber Sie haben verkündet, dass „Gran Torino“ ihr letzter Film sein wird.
Clint Eastwood: Das sage ich nach jedem Film. Das hat mir bislang sehr viel Glück gebracht.
Man sieht Ihnen Ihr Alter nicht an. Sie könnten als 60-Jähriger durchgehen.
Clint Eastwood: Das verdanke ich meinen Genen. Meine Mutter Ruth ist vor zwei Jahren mit 97 gestorben. Und ihr Tod war eher ein freiwilliger Abtritt von der Erde.
Freiwillig?
Clint Eastwood: Sie hat sich entschieden, dass sie lange genug gelebt hat. Ich habe versucht, ihr das Weiterleben schmackhaft zu machen und sie angefeuert: „Los Mama, du schaffst es noch bis 100“. Leider hat sie ihren Kopf durchgesetzt.
Fürchten Sie den Tod?
Clint Eastwood: Ich glaube nicht. Ich werde es wie meine Mutter machen. Wenn ich das Gefühl habe, es bringt nichts mehr, dann gebe ich auf.
„Meine Frau Dina ist meine beste Freundin”
Deutscher Kinostart: 05.03.2009
Regie: Clint Eastwood
Darsteller: Clint Eastwood, Bee Vang, Ahney Her, Christopher Carley, John Carroll Lynch u.a.
Besprechungen:
Sie sind spät noch einmal Vater geworden ...
Clint Eastwood: ...was ich über alle Maßen genieße. Meine Tochter Megan ist 12, und ich bin völlig vernarrt in sie. Sie ist ein richtig kluger Kopf.
Sind sie als Vater anders als früher?
Clint Eastwood: Ich glaube, ich bin viel geduldiger. Das ist einfacher, wenn man mein Alter erreicht hat. Wenn man jung ist, dann ist man oft egoistisch, und die Karriere geht über alles. Heute muss ich nicht mehr arbeiten. Ich habe viel mehr Zeit.
Die brauchen sie auch für ihre Großfamilie. Sie haben sieben Kinder ...
Clint Eastwood: ...und zwei Enkel. Mein Enkel Clinton ist der Sohn meiner ältesten Tochter Kimber und wurde nach mir benannt. Er ist mittlerweile schon 24. Und mein ältester Sohn Kyle hat mir meine Enkelin Graylen geschenkt. Sie ist 15, genau so alt wie meine zweitjüngste Tochter Francesca.
Die stammt aus Ihrer Beziehung mit Frances Fisher, die Sie nicht geheiratet haben. Wie ist das Verhältnis?
Clint Eastwood: Ausgezeichnet. Dank meiner Frau. Dina ist völlig unkompliziert und hat sich mit allen meinen ehemaligen Beziehungen arrangiert oder sogar angefreundet. Sie hat damals Frances, als die bei einem Feuer 2001 in Kanada Brandverletzungen erlitt, persönlich nach Los Angeles geholt.
Mit Dina feiern Sie Ende März 12. Hochzeitstag. Was ist das Gemeimnis Ihrer Ehe?
Clint Eastwood: Meine Frau ist meine beste Freundin. Natürlich hat sie viele Seiten, zu denen ich mich hingezogen fühle. Doch das hatte ich früher auch. Unsere Freundschaft ist sehr wichtig.
Wie waren Sie als Kind?
Clint Eastwood: Sehr schüchtern. Doch wehe, wenn mir Schlägertypen blöd gekommen sind. Die haben meine Fäuste zu spüren bekommen.
Ganz schön hart.
Clint Eastwood: Ach was. Nur im Gegensatz zu der heutigen, verweichlichten Generation. Man schickt die Kids zum Psychiater, wenn sie von anderen Kindern gehänselt werden. Früher haben wir so etwas selbst in die Hand genommen. So haben wir uns Respekt verschafft und uns selbst respektiert.
„Was kann mir mit fast 80 schon groß passieren?”
Sie sind inzwischen seit 60 Jahren im Geschäft. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Clint Eastwood: Die Erkenntnis, dass man niemals aufhören darf zu lernen. Nur deshalb bekomme ich bis heute noch Jobs, weil ich mich weiter entwickele. Ein Vorteil ist auch, dass ich bei meiner Arbeit keine Selbstzweifel habe. Selbst wenn ich daneben haue, was kann mir als fast 80-Jähriger schon groß passieren?
Verraten Sie uns etwas, was die Fans nie von „Dirty Harry” erwartet hätten.
Clint Eastwood: Dass er im Schulorchester Flügelhorn gespielt hat.
23:25
Clint war schon klasse, ein bißchen arrogant...aber hallo ...Blonder...Blonder....einer meiner Favoriten.. er hat schon was. Klasse
Cowboy...toll
Aber auch in dem Sheriff von ...ääähh weiss ich nicht mehr...auf jedenfall als er mit dem Motorrad rumdüst..hat mir sehr gefallen..Geiler Schauspieler.
22:46
@#1:
Genau! Seh ich auch so!
18:04
Clint Eastwood Du wirst immer mein Held sein!!!