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Casting-Show für tanzende Regenwürmer

01.11.2009 | 09:53 Uhr
Casting-Show für tanzende Regenwürmer

Essen. Ein Regenwurm versucht, vom Ende der Nahrungskette wegzukommen und landet auf der Tanzfläche: Leider ist der Titel „Sunshine Barry und die Discowürmer” noch das Ulkigste an Thomas Borch Nielsens dänisch-deutschem Animationsfilm.

Sunshine Barry und die Discowürmer. (c) Publicmotor/Filmagentinnen

Es gibt einen neuen Weltrekord im Regenwurmessen: Ein Inder verschlang jüngst in 20 Sekunden 200 Exemplare dieser Spezies mit einer Länge von mindestens zehn Zentimetern. Den jungen Regenwurm Barry muss er dabei übersehen haben, weshalb der jetzt im Kino sein Unwesen treiben darf: „Sunshine Barry und die Discowürmer”, ein Animationsfilm. Wobei der Titel bereits das Ulkigste ist an dieser dänisch-deutschen Koproduktion des Regisseurs Thomas Borch Nielsen.

Flaue Idee trägt keine 80 Minuten

Info
Sunshine Barry und die Discowürmer

Deutscher Kinostart: 29. Oktober 2009

Regie: Thomas Borch Nielsen

Synchronsprecher: Ben, Sarah Tkotsch, Hella von Sinnen, Dirk Bach, Herbert Feuerstein, Roberto Blanco u.a.

Nicht dass man sich diesen Namen merken müsste. Denn Nielsen will einfach nicht merken, dass eine flaue Idee sich nie und nimmer auf 80 Minuten dehnen lässt. Aber der Film erzählt nun mal nicht mehr als dass ein junger Regenwurm (Kennzeichen: keine Arme, kein Rückgrat) sich via verschnarchtem Disco-Beat der 1970-er Jahre erhofft, endlich vom Ende der Nahrungskette wegzukommen. Wir hören Musik, die wir gerne vergessen hätten, und sehen in Barrys wachsender Band Figuren, die weder komisch sind noch viel Talent haben.

Einmal droht die zweifelhafte Karriere der Band jäh zu enden, als ein großer Spaten sie aus dem Boden holt und in einen Köderautomaten für Angelfreunde verfrachtet. Aber auch da entwischen sie, nehmen mit viel Glamour und Schminke an der Casting-Show teil und, gähn, gewinnen natürlich. Da rührt sich fast schon Mitleid mit den unterlegenen „Kastelruter Kakerlaken”. Selbst Synchronsprecher wie Dirk Bach, Herbert Feuerstein, Hella von Sinnen und Roberto Blanco sind ganz arme Würmer, weil sie aus dem Dialog-Material keine Funken schlagen können.

Arnold Hohmann/Martina Schürmann

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