Kein Handel mehr mit Raubkunst!

Wenn kriegsführende Parteien nicht einmal Respekt vor den Leben unbeteiligter Menschen haben, darf es wohl nicht wundern, dass sie auch vor Juwelen der Zivilisation nicht halt machen. So werden bei den Kämpfen im syrischen Bürgerkrieg selbst Unesco-Welterbestätten wie die Zitadelle von Aleppo, Palmyra und Kreuzritterburgen wie die Krak des Chevaliers an der Grenze zum Libanon in Mitleidenschaft gezogen. Noch schlimmer aber trifft es die Stätten, an denen archäologische Ausgrabungen angelaufen sind. Raubgräber, die mit der Plünderung dieser Stätten und dem Verkauf der Schätze ihre Waffenkäufe finanzieren, haben dort Beobachtungen von Experten zufolge wahre Kraterlandschaften mit metertiefen Gruben hinterlassen. Die Schätze gelangen über die türkische Grenze in den internationalen Kunsthandel und in Auktionshäuser. Es wird Zeit, dass die Bundesrepublik ihre bisher sehr laxe Gesetzgebung zum Antiquitätenhandel nachbessert.

Jeder weitere Tag, den es dauert, richtet weitere Schäden an.