Karin Beier in Hamburg erfolgreich

Hamburg..  Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg steuert unter der Leitung von Karin Beier wieder auf Erfolgskurs. Die erste Intendantin des größten deutschen Sprechtheaters erreichte mit 69,7 Prozent die höchste Auslastung in einer zweiten Spielzeit der vergangenen 20 Jahre. Sie übertraf damit ihre Vorgänger Frank Baumbauer, Tom Stromberg und Friedrich Schirmer.

Inhaltlich setzt die Intendantin auch in ihrer dritten Spielzeit auf provokante Themen. So inszeniert die 49-Jährige selbst „Schiff der Träume“, ein europäisches Requiem nach Federico Fellini, und als deutsche Erstaufführung „Unterwerfung“ nach dem umstrittenen Roman des französischen Autors Michel Houellebecq. Insgesamt musste Beier die Zahl der Premieren im Großen Haus von zehn auf acht reduzieren. Der Druck, Kunst zu produzieren, die einer „Political Correctness“ genüge, wachse, sagte Beier. „Westkritik: ja, Konsumkritik: ja, Religionskritik: schwierig. Welches Thema zum Tabu erklärt wird, wechselt“, meinte die Intendantin.