IS kassiert mit illegalem Kunsthandel

New York..  Mit dem illegalen Handel von erbeuteten Kunstschätzen und Antiquitäten nimmt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) laut US-Archäologin Deborah Lehr viele Millionen Dollar ein. Das ganze Ausmaß jedoch sei schwer zu bemessen, sagte die Gründerin des Verbands Antiquities Coalition der Deutschen Presse-Agentur.

Recherchen des Verbandes hätten aber ergeben, dass alleine in Ägypten seit 2011 Stücke im Wert von drei Milliarden Dollar geplündert worden seien. „Wenn man das vergleicht mit dem Irak und Syrien, wo es viel größere Zerstörungen und viel mehr Plünderungen gab, muss man glauben, dass die Zahlen dort noch viel höher sind“, sagte Lehr.

Große Stücke würden Lehr zufolge von den Extremisten zerstört, kleinere abtransportiert und verkauft, häufig über das Internet. Die Nachfrage komme unter anderem aus Europa, den USA, China, Japan und den Golf-Staaten. „Uns besorgt nicht nur die Zerstörung der Kulturgüter, sondern auch der Aspekt der Einschüchterung.“