In Herne macht der Wind die Kunst
21.03.2011 | 19:06 Uhr 2011-03-21T19:06:00+0100
Herne. Martina Muck präsentiert ihre Installation „Windzeichner“, die an sämtlichen Kunst-Orten von Herne aufgestellt werden soll, um dort Werke vor Ort zu produzieren.
Eine Kunstszene? In Herne? Der Kenner mag an die Flottmann-Hallen denken oder an die Städtische Galerie. Aber es gibt viel mehr. Eine Broschüre mit Kunstorten der Stadt listet dreiundzwanzig öffentliche und private Institutionen, die, auf unterschiedlichem Niveau, regelmäßig bildende Kunst ausstellen.
Jetzt fährt die Münsteraner Künstlerin Martina Muck diese Orte mit ihrer Installation „Windzeichner“ ab. Dabei handelt es sich um eine einfache mobile Installation: Unter drei Stangen liegt ein Brett, darauf ein Zeichenblatt. Ein Stift hängt an einer Kordel, an der ein kleines Segel befestigt ist. Je nach Stärke und Richtung des Winds wird der Stift übers Blatt bewegt. Linien entstehen, die sich mal verdichten oder sparsam übers Papier ziehen. Was da entsteht, weiß allein der Wind.
Den Auftakt zur „Windzeichner“-Tournee haben die Flottmann-Hallen gemacht, die anderen Orte folgen. Zum Internationalen Museumstag am 15. Mai besucht Martina Muck das Archäologische Museum, die Städtische Galerie und Schloss Strünkede. In der Nacht der Industriekultur wird sie vor der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 zu finden sein.
Die Ergebnisse der ganzen Aktion hängen ab dem 4. Mai im Foyer des Archäologischen Museums. Dort wird die Ausstellung mit allen Blättern am 22. Juli eröffnet.
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