Hubert: Bloggen im Auftrag des Herrn
05.07.2009 | 17:01 Uhr 2009-07-05T17:01:00+0200
Essen. Hubert, Redakteur bei der NRZ, schreibt in unserer Community schon seit über einem Jahr aus dem Alltagsleben in der Redaktion. Wie viel Reales hinter seinen Geschichten steckt, was Huberts Erfolgsrezept ist und warum er nie twittern würde, erfahren Sie in diesem Portrait.
Die Community von DerWesten so bunt und vielfältig, wie das Leben selbst. Hier schreiben die verschiedensten Leute zu ganz unterschiedlichen Themen. Jeder auf seine Weise.
Dies haben wir zum Anlass genommen, einmal hinter die Kulissen zu schauen und unsere Community-Mitglieder zu besuchen. Was sie bewegt und was sie in ihren Blogs noch nicht verraten haben, erfahren sie in unserer neuen Aktion: Community hautnah. Regelmäßig stellen wir ein anderes Community-Mitglied vor.
Wir treffen Hubert, der eigentlich Harry heißt, in seinem Lieblingscafe in Moers. Er sitzt auf einem weißen Stuhl mit barocken Verzierungen und rotem Bezug. Vom Fenster aus kann man die Einkaufsstraße der Moerser Innenstadt sehen. Harry schreibt seit elf Jahren die Glosse in der NRZ „Freund Hubert“. Dabei erzählt er witzige Geschichten aus dem Alltag eines Redakteurs und ist somit aus der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Als DerWesten startete wurde Hubert zum Blogger. Dabei war das Bloggen zunächst eine völlig neue Erfahrung. Er wusste auch nicht was ein Blog ist. Bis sein Chef ihm den Auftrag zum Bloggen gab. „Es war also im Auftrag des Herrn“, sagt Hubert lachend. „Das Bloggen ist Arbeit für mich. Aber Spaß machts.“ Und nun ist er schon seit über einem Jahr dabei und kann seine Fans immer wieder begeistern.
Wie Harry auf den Namen Hubert kam? „Das war eine fixe Idee von meinem Kollegen Karl-Daniel. Nach kurzem Überlegen hämmerte er Hubert in die Tasten“, sagt Harry und lehnt sich zurück.
Hubert und die Technik
Mit Technik hat Harry nicht viel am Hut „Ich hab einen Knopp, damit geht der Computer an, dann bin ich in der Lage ein Passwort einzugeben. Wenn irgendetwas ist, rufe ich Jörg um Hilfe“, sagt Harry. Zu Hause hat er keinen Computer. Darüber ist er auch ganz froh. Der Computer ist für ihn ein Arbeitsgerät. In seiner Freizeit braucht er ihn nicht. „Der Fernseher ist uralt, der Bücherschrank dafür aber groß. Abends mach ich es mir dann mit einem Buch und meinem Kater auf der Couch gemütlich“, sagt Harry. „Und twittern wird Hubert ganz sicher nie.“
70 Prozent Harry steckt in Hubert
Wie viel Harry in Hubert steckt? „70 Prozent“, ist die schnelle Antwort. Vor allem die Geschichten sind real. Den Kollegen passte das am Anfang gar nicht. „So’n Scheiß machen wir nicht mit haben einige gesagt. Die hatten einfach Angst, dass sie dann gar nichts mehr sagen dürfen und dass die Glosse sie zu sehr diskreditiert“, sagt Harry. Er kann die Reaktionen aber gut verstehen. Die meisten Menschen mögen es nicht, wenn man über sie bloggt. Das ist genauso wie wenn man über jemanden redet.
Könnte Harry selbst identifiziert werden? „Klar kann man rausbekommen, wer ich bin.“ Wenn sich jemand die Mühe machen würde und alle seine Beiträge und Geschichten lesen würde, dann könnte er sozusagen ein Profil erstellen. Denn Harry verstellt sich in seinem Blog nicht und schreibt was er mag und was nicht.
Das Erfolgsrezept
Huberts Erfolgsrezept ist eine kleine Redaktionswelt mit ganz klar gezeichneten Figuren. So bleiben die Geschichten für den Leser auch überschaubar. „Ich weiß ja heute schon nicht mehr, was ich vor drei Tagen geschrieben habe“, sagt er und vergräbt die Hand in der Tasche seiner hellbraunen Cordhose „das kann ich schon gar nicht von meinen Lesern erwarten.“
Wenn Hubert zu Beginn einer Geschichte eine Idee verficht und dafür sein Leben lassen würde, am Schluss aber zur gegenteiligen Meinung gelangt, diese Geschichten mag Harry am liebsten. „Dann ist Hubert ein ganz typischer Niederrheiner“, sagt Harry schmunzelnd.
Es gibt genug Themen über die Harry bloggen kann. „Über Kollegen kann man immer lästern“, sagt Harry. Und wenn die Kollegen mal nicht genug Stoff für einen Blog bieten, dann müssen seine Freunde herhalten. „Außerdem erzählen mir viele Leute ihre Geschichten“, sagt Harry.
06:58
Hubert ist ein zäher Hund.
Nimm`das:
http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/communityschau/2009/8/11/news-128744669/detail.html
23:52
......laaaaaangweilig.....Gääähn!!
15:31
Hubert scheint übrigens im Urlaub zu sein.
14:03
Ich schließe mich dem StefanDernbach an. Langsam nervt der Hubert.
23:05
Gibt es hier auch nochmal eine neuen Text - oder hat Hubert ein Jahresabo?
22:43
Ich bin dafür, dass Hubert ein neues Evangelium schreiben sollte. ^^
05:55
;) Nettes Portrait!