Hoffnung auf Bilder, die etwas verändern

Florian Ebner weiß, wovon er spricht. Der 44-Jährige war selbst Fotokünstler, ehe er in den Kuratorenberuf wechselte. Seit 2012 ist er Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang in Essen. Mit ihm zeichnet erstmals ein ausgewiesener Fotoexperte für den Deutschen Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig verantwortlich. „Ich hoffe, dass man diesen Pavillon auch als eine Parabel auf die Vielfältigkeit von Bildern lesen kann, die nicht nur Abbild sein wollen, sondern etwas verändern – also so etwas wie lebende Bilder“, sagt er.

1970 in Regensburg geboren, hatte Ebner schon als Student an der Hochschule für Fotografie im französischen Arles eine Liebe zu Lehre und Theorie entwickelt. Nach seinem Abschluss in Bochum lehrte er von 2000 bis 2007 als Assistent in der Klasse des Fotokünstlers Timm Rautert in Leipzig.

Über Stationen an der Berlinischen Galerie und am Fotografie-Museum Braunschweig kam er nach Essen. Seine Ausstellungen sorgten immer wieder für Aufsehen. Die Schau „Kairo. Offene Stadt“ wurde vom deutschen Kunstkritikerverband zur besten Ausstellung des Jahres 2013 gekürt.