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Heidelberger Theater boomt nach Wiedereröffnung

31.12.2012 | 08:05 Uhr
Foto: /dapd/Ronald Wittek

Heidelbergs Theater erlebt einen Monat nach seiner Wiedereröffnung einen regelrechten Besucheransturm. Für viele Vorstellungen seien keine Karten mehr zu haben, sagte Intendant Holger Schultze der Nachrichtenagentur dapd. "Im Augenblick ist Heidelberg ein Beispiel dafür, dass das ganze Gerede um Theaterkrise völlige Makulatur ist, wenn eine Stadt hinter dem Theater steht."

Heidelberg (dapd-bwb). Heidelbergs Theater erlebt einen Monat nach seiner Wiedereröffnung einen regelrechten Besucheransturm. Für viele Vorstellungen seien keine Karten mehr zu haben, sagte Intendant Holger Schultze der Nachrichtenagentur dapd. "Im Augenblick ist Heidelberg ein Beispiel dafür, dass das ganze Gerede um Theaterkrise völlige Makulatur ist, wenn eine Stadt hinter dem Theater steht." Politik und Bürgerschaft hatten gemeinsam für die 60 Millionen Euro teure Sanierung und Erweiterung des Hauses gekämpft und rund 20 Millionen Euro an privaten Spenden aufgebracht.

Heidelberg zahle zwar die gleichen mittelmäßigen Gagen wie jedes andere Stadttheater, könne jedoch durch den Neubau punkten. Außergewöhnliche Regisseure inszenierten in Heidelberg, weil sie Lust hätten, sich auf ein neues Theater und neue Raumkonzepte einzulassen, sagte Schultze. Gute Künstler auf der Bühne seien "das Zentrale". Zum Erfolg hätten aber auch ein neues Marketingkonzept, neue Formen von Abonnements, Schulkooperationen und Theaterbusse beigetragen. Dadurch sei es zudem gelungen, auch das Umland mit einzubeziehen.

Die neue Sparte Tanz sei ein voller Erfolg, sagte Schultze. Als er zur Spielzeit 2011/2012 in Heidelberg angefangen habe, sei die Stimmung sehr skeptisch gewesen, doch dies habe sich geändert. "Alles, was angesetzt wird, ist sofort ausverkauft. Das zeigt, wie euphorisiert das Publikum vom Tanz ist", betonte Schultze. Dies sei auch theaterpolitisch ein wichtiges Zeichen; denn gerade der Tanz sei "ganz oft in der Spartenschließungsdebatte".

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