Harfenklang – solo

Sein Mut, einem Orchester der Weltklasse den Rücken zu kehren, um ungestört Karriere als Solist machen zu können, hat sich für Xavier de Maistre längst ausgezahlt. Er ließ Wiens noble Philharmoniker hinter sich, weil die Konzertsäle der Welt seinem grandiosen Harfenspiel ihre Türen weit öffneten. Doch haben ihn seine Verehrer bislang nie „pur“ auf CD hören können. Immer trat der smarte Südfranzose in Gesellschaft auf, mal griff er als Liedbegleiter in die Saiten, mal für die großen Werke der Harfen-Konzertliteratur.

Mit „Moldau“ beantwortet er die nach jedem Konzert gestellte Fan-Frage: Wann gibt’s ein Album nur für Harfe? Hier ist es, mit Bearbeitungen, darunter Liszts „Nachtigall“, viel Tschaikowski (besonders gelungen: die Onegin-Fantasie), aber auch Rares von Glinka und Khachaturian. Mögen muss man’s. Doch an der Spitzenqualität des Interpreten gibt es keinen Zweifel!

Xavier de Maistre: Moldau. Werke von Smetana, Glinka, Tschaikowski, Liszt, Prokofiev u.a. Die CD erscheint bei Sony Classical. Ab Freitag im Handel

de Maistres beste Saiten