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Hans Werner Henze ist tot

27.10.2012 | 14:00 Uhr
Foto: /dapd/Lennart Preiss

Der deutsche Komponist Hans Werner Henze ist tot. Henze sei am Samstag in Dresden im Alter von 86 Jahren gestorben, teilte der Mainzer Musikverlag Schott Music auf seiner Internetseite mit. Der in Gütersloh geborene Henze gilt als der meistgespielte zeitgenössische Komponist.

Mainz (dapd). Der deutsche Komponist Hans Werner Henze ist tot. Henze sei am Samstag in Dresden im Alter von 86 Jahren gestorben, teilte der Mainzer Musikverlag Schott Music auf seiner Internetseite mit. Der in Gütersloh geborene Henze gilt als der meistgespielte zeitgenössische Komponist.

Die Semperoper in Dresden hatte jüngst erst ihre Spielzeit 2012/2013 mit der Antikriegsoper "Wir erreichen den Fluss - We come to the river" des in Italien lebenden Komponisten Henze eröffnet. Der 86-Jährige kam noch persönlich zur Premiere und wurde schon vor der Aufführung vom Publikum stürmisch gefeiert.

Schott Music würdigte Henze als einen der "vielseitigsten und wirkungsvollsten Komponisten unserer Zeit". Seine grenzenlose musikalische Fantasie habe während seiner langen künstlerischen Laufbahn in der Komposition von mehr als 40 Bühnenwerken und zehn Symphonien, in Konzerten, Kammermusik, Oratorien, Liederzyklen und einem aus neun Konzerten bestehenden Requiem Ausdruck gefunden.

Die Zusammenarbeit mit der Dichterin Ingeborg Bachmann bei den Opern "Der Prinz von Homburg" (1958/59), und "Der junge Lord" (1964) zählte ebenso zu den Höhepunkten seines Schaffens wie die Musikdramen "Elegie für junge Liebende" (1959-61) und "Die Bassariden" (1964-65).

Henze wurde durch seine Erfahrungen in der Kriegsgefangenschaft geprägt. Sein politisches Engagement ab Mitte der 60er Jahre nahm starken Einfluss auf seine Kompositionen, die Wahl der Texte und Sujets. Er wollte zu den politischen Fragen seiner Zeit in einer neuen Musiksprache Stellung beziehen. Er thematisierte beispielsweise das faschistische Deutschland, die Ereignisse von 1968 und die Revolution in Kuba. 1988 gründete er die Münchener Biennale, deren künstlerischer Leiter er bis 1994 war.

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