Hans Martin schlägt den angeschlagenen Raab
11.04.2010 | 12:02 Uhr 2010-04-11T12:02:00+0200Köln.So dramatisch wie am Samstagabend ging es bei „Schlag den Raab“ schon lange nicht mehr zu: Kandidat Hans Martin Wismar zockte zwei Millionen Euro ab; Moderator Stefan Raab überschlug sich mit dem Mountainbike und lag mehrere Minuten lang bewusstlos im Staub.
Zwei Millionen Euro! Um kurz vor eins reckte Raab-Herausforderer Hans Martin die Fäuste in die Luft, starrte ungläubig in die Kamera. Irgendwie konnte der Unfallchirurg aus Ostdeutschland es wohl selbst noch nicht glauben, dass er bei „Schlag den Raab“ abgesahnt hatte.
Tatsächlich setzte sich der sympathische ProSieben-Kandidat aus Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) wohl auch deswegen gegen den „Raabinator“ durch, weil dieser sich beim Mountainbike-Rennen böse auf die Nase gelegt hatte und deswegen nicht zur gewohnten Hochform auflaufen konnte: In Runde zwei war der Übermoderator an einem Hindernis über den Lenker seines High-Tech-Rads geschossen, unsanft mit dem Kopf voran im Schotter gelandet und zum Schrecken der Fernsehzuschauer benommen liegen geblieben.
Schwerer Sturz - Konfuser Raab
Raab, der sich unter anderem als furchtloser Wok-Fahrer einen Namen gemacht hat, wurde sofort ärztlich behandelt. Er rappelte sich aber erst nach mehreren Minuten wieder auf – mit deutlichen Blessuren im Gesicht und ganz offensichtlich verwirrt. An seinen Unfall konnte sich der 43-Jährige nicht mehr erinnern, er klagte über Kopfschmerzen und redete konfus.
Untrügliche Zeichen einer Gehirnerschütterung? Moderator Matthias Opdenhövel verabschiedete sich jedenfalls hastig in die Werbepause, in der Raab nochmals einem Arzt vorgeführt wurde. Der entschied offenbar, dass es weitergehen könne. Reine Spekulation, ob ProSieben auf die Schnelle kein werbeträchtiges Alternativprogramm auf Taste liegen hatte, oder ob Stefan Raab selbst weiterkämpfen wollte. Zuzutrauen wäre es ihm. Schließlich ist Raab dafür bekannt, dass er fast krankhaft ehrgeizig ist und nicht zimperlich mit sich umgeht. Trotzdem: Auf die Frage, ob es nun wieder besser sei, antwortete Raab nach seinem Unfall in ungewohnt kleinlautem Ton: „Geht so.“
Sympathischer Gewinner
Das nächste Spiel – Holzkisten mit einem Gabelstapler auftürmen – konnte der selbst ernannte „Superheld von ProSieben“ dennoch für sich entscheiden. In der nächsten Runde (Hochsprung) musste er allerdings aussetzen. Das hatte der verantwortliche Arzt entschieden. Zehn Punkte gingen somit sang- und klanglos an Herausforderer Hans Martin, der Raabs verlangsamte Reaktion auch in den folgenden Wissensspielen auszunutzen wusste. In der 14. Runde sicherte Hans Martin sich den Gesamtsieg.
Der Mecklenburger tritt damit in die Fußstapfen seines Namensvetters, der Raab im September letzten Jahres ebenfalls besiegen konnte. Er hatte 500.000 Euro mit nach Hause genommen. Allerdings machte der sympathische Chirurg Hans Martin (ohne Bindestrich) dabei eine deutlich bessere Figur als der arrogante Besserwisser Hans-Martin (mit Bindestrich), der die Zuschauer vor rund sechs Monaten mit seinem affigen Getue genervt hatte.
Peinliche Werbepausen
Es nervten indes „nur“ die (zu) zahlreichen Werbepausen und Einspieler, die die Show unnötig in die Länge zogen und an Dämlichkeit nicht zu überbieten waren. Den ProSieben-Machern war selbst die an die Zuschauer gerichtete Preisfrage „Was kann man bei Schlag den Raab gewinnen?“ (Antwort A: „Zwei Millionen Euro“, Antwort B: „Damast-Tischwäsche“) nicht peinlich. Immerhin – in den Werbepausen konnte man sich in die großen Samstagabend-Shows der anderen TV-Kanäle zappen. Dort lobte Dieter Bohlen bei Deutschland sucht den Superstar (RTL) Sänger Menowin über den Klee , während Lena Meyer-Landrut bei Verstehen Sie Spaß (ARD) über den Grand Prix plauderte.
Nichts Besonderes also. Insgesamt war es deswegen sicher die richtige Entscheidung, Samstagabend Stefan Raab treu zu bleiben. Als Herausforderer Hans Martin um kurz vor eins die Faust in die Luft reckte, ging jedenfalls ein denkwürdiger Fernseh-Abend zu Ende, der sicher noch für Diskussionen sorgen wird.
11:59
Ich habe passend zum Mountainbiken erst eingeschaltet:
1. hätte der Arzt-Kandidat von der Fortsetzung der Show abgeraten, was ihm zum Vorteil gereicht hätte, hätten auch alle hier gefrotzelt.
2. Raab ist ein erwachsener Mann. Wenn die unabhängigen Ärzte das Weiterspielen nicht verbieten, ist er alleine für sich und seine Gesundheit verantwortlich!
3. ich gönne jedem das Geld, was er oder sie in dieser Show gewinnt, denn das ist mal richtig hart: Man muss in sämtlichen Bereichen gut sein. Zudem muss man noch mit der Kamera, dem psychichen Druck und dem Publikum klarkommen (Es ist ja nicht jeder so eine Rampensau wie der Raab).
Also: Kraft, Koordination, gute Nerven, Ausdauer, Geschick, Intelligenz,... das alles zusammen.
Respekt, Hans Martin!
23:23
Darf man hier inzwischen auch nicht mehr das geringe Gehalt eines Arztes mit dem Einkommen einer H4-Familie vergleichen, oder nach welchen Kriterien wird hier gelöscht ???
Ich glaub es nicht ...
17:56
>>Stefan Raab überschlug sich mit dem Mountainbike und lag mehrere Minuten lang bewusstlos im Staub.
*facepalm*
Zahlt die WAZ Sonderprämien für die Verbreitung von offenkundig hirnlosem Stuß?
Raab war nicht bewußtlos, sondern hat sich bereits wenige Sekunden nach dem Unfall mit seinem Konkurrenten unterhalten, der mit seinem Bike zu ihm rübergefahren ist.
Man darf auch einfach mal NICHTS schreiben, wenn man keine Zeit oder keine Lust zum Recherchieren hat, oder wenn man selbst bewußtlos vor der Glotze gelegen hat, weil man am Abend zuvor zuviel gesoffen hat.
17:42
Na ja: Herr Raab redet ständig wirres Zeug. Das ist ja nun kein Anhaltspunkt dafür, dass er nicht in Form war. Ansonsten verstehe ich nicht, warum von der Redaktion der Sieg des Kandidaten geschmälert wird. Ich habe die Sendung teileweise (nach dem Sturz) gesehen und fand, Raab war drauf wie immer. Insofern alles okay, der Kandidat war einfach besser! Übrigens: Wenn Raab nicht mehr in der Lage gewesen wäre, weiterzumachen, hätte man die Sendung abbrechen müssen - und dies auch getan!
16:29
Ich stimme dem Kommentator zu der meint, die Show hätte abgebrochen gehört. Stefan hätte den Abend zur Überwachung in einem Krankenhaus verbringen müssen, incl. Röntgen- oder CT-Untersuchung. Das war unverantwortlich.
15:11
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15:02
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14:48
@#19
... bei verbeamteten Lehrern wirds schwierig,
denen fehlen die Visonen :-)
14:46
@amperago
....oh ja... und es soll dort sogar schon Bewerbungen von ganz durchschnittlichen Menschen mit Bürojobs gegeben haben *gg*
Natürlich munkelt man das nur, aber auch bei solchen Sendungen müssen die Gerüchte leben....
14:37
... sogar Lehrer ...