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Gute Ideen für die Pinnwand

06.02.2012 | 18:07 Uhr
Gute Ideen für die Pinnwand
Blick auf den Brüninghausplatz, der umgebaut werden soll. Foto:Martin Büdenbender

Werdohl.In dieser Woche haben Bürgerinnen und Bürger noch zweimal die Möglichkeit, Vorschläge zum neuen Brüninghaus-Platz zu machen. Aber wie eigentlich wurde der Platz zu dem, was er heute ist?

In das öffentliche Interesse geriet der Brüninghaus-Park erst am Ende der 60er, Anfang der 70er -Jahre. Die Stadt hatte das Gelände zwischen Freiheitstraße und Goethestraße von der Erbengemeinschaft Brüninghaus gekauft, um es der Planung für die Innenstadt zuzuführen.

Der private Park war bis dahin der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Soppe floss offen hindurch und es gab eine kleine Bogenbrücke darüber. Die Brüninghaus-Villa gegenüber der Christuskirche, in der die „graue“ Post mit dem Fernmeldeamt untergebracht war, wurde abgerissen, die andere Villa an der Freiheitstraße verkauft und in dem ebenfalls zum Park gehörenden Gebäude an der Goethestraße sind heute das Heimatmuseum und das Kleine Kulturforum.

Hans-Werner Schmöle, damals Geschäftsführer der Sauerländer Baugesellschaft in Lüdenscheid und Werdohler Ratsherr, brachte die Planung für den Brüninghaus-Park Anfang der 70er-Jahre ins Rollen. Ein Wohnturm mit integriertem Rathaus sollte gebaut werden. Das Rathaus hätte die Stadt für Überlassung des Grundstückes geschenkt bekommen.

Dazu war damals auch schon ein Kaufhaus vorgesehen. Eine Delegation der Stadt reiste mit Abstecher in Paris nach Tour in Frankreich, um sich dort ein ähnliches Projekt, das der interessierte holländische Investor gebaut hatte, anzusehen.

Da die vom damaligen Stadtdirektor Leven verlangten Bürgschaften nicht erbracht wurden, kam es nicht zur Bauausführung. Neue Interessenten brachten anschließend neue Ideen.

Als erster Bau wurde 1974 das WK-Warenhaus eingeweiht. Ein weiteres Planungs-Hin- und Her folgte. Die Lüdenscheider Firma Hellerforth legte schließlich Pläne für Ladenlokale und Wohnungen vor, denen der Rat zur heutigen Gestaltung folgte. Lange lief der Brüninghaus-Platz unter dem Planungstitel „Stadtmitte-Süd“, bis er dann vor wenigen Jahren im Zusammenhang mit anderen Flächen in der Innenstadt den heutigen Namen erhielt.

Im kommenden Jahr soll der Platz dann völlig neu gestaltet werden – auch nach Ideen der Bürgerinnen und Bürger.

Gerhard W. Sonneborn

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