Gurlitt-Erbe belastet Bilanz des Berner Museums

Bern..  Die Annahme des Gurlitt-Erbes hat das Kunstmuseum Bern bislang umgerechnet 800 000 Euro gekostet und damit rote Zahlen in der Bilanz eingebracht. Für das Haushaltsjahr 2014 weist das Museum ein Defizit von 524 129 Franken aus (504 000 Euro), wie die „Berner Zeitung“ berichtete. Direktor Matthias Frehner bestätigte die Angaben.

Demnach hat das Kunstmuseum laut dem Jahresbericht 2014 für juristische und kunsthistorischen Abklärungen rund ums Gurlitt-Erbe 830 207 Franken ausgegeben. Ohne die Last des Erbes hätte das Museum einen Gewinn von 306 078 Franken eingefahren.

Die Kosten durch das Gurlitt-Erbe seien vorhersehbar gewesen, sagte Frehner der „Berner Zeitung“. Der Fehlbetrag werde aus finanziellen Reserven des Kunstmuseums aufgefangen. Im Jahresbericht heißt es auch, positive finanzielle Auswirkungen des Erbantrittes würden in den Rechnungen der kommenden Jahre ihren Niederschlag finden.

Cornelius Gurlitt hatte seine wegen Nazi-Raubkunstverdachts umstrittene Sammlung dem Berner Museum vermacht.