Gründonnerstag und Karfreitag

Mit dem heutigen Gründonnerstag am fünften Tag der Karwoche erinnern sich Christen an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern feierte, und die Einsetzung der Eucharistie. Es ist der Abend vor Christi Tod am Kreuz. Jesus wäscht den Schilderungen des Johannes-Evangeliums zufolge den zwölf Jüngern die Füße, auch dem Judas, der ihn verraten wird. In der Nacht wird Jesus nach einem Gebet im Garten Gethsemane verhaftet.

Nach dem Gloria der Messe zum Abendmahl am Gründonnerstag schweigen in katholischen Kirchen die Orgel und die Kirchenglocken.

Am Karfreitag (abgeleitet vom althochdeutschen Wort „kara“ für Klage oder Trauer) gedenken die Christen der Kreuzigung Jesu, durch dessen Tod und Auferstehung allen Menschen Sündenvergebung und ewiges Leben zuteil wird. Es ist für Protestanten der höchste Feiertag des Kirchenjahres. In der katholischen Kirche gilt er als strenger Fastentag. Gemeinsam mit dem Abend des Gründonnerstags ist der Karfreitag der erste Tag der österlichen Dreitagefeier, die bis zum Ostersonntag währt und das höchste christliche Fest darstellt. Die Gottesdienste am Karfreitag setzen üblicherweise um 15 Uhr ein, der angenommenen Todesstunde Jesu.