Nachrufe auf Peter Zadek
Großer Zauberer mit abgründigem Humor
30.07.2009 | 17:03 Uhr 2009-07-30T17:03:00+0200
Zum Tode Peter Zadeks melden sich Weggefährten und Politiker zu Wort. Sie beschreiben Zadeks Besonderheiten und seine Bedeutung für das Theater, insbesondere in Bochum.
Brutal und verletzlich
Wiener Festwochenintendant Luc Bondy: „Er war eine der größten Persönlichkeiten am Theater. Ich war sein Freund und empfand Wärme für ihn. Er war brutal und verletzlich, zweifelte als deutscher Jude an den Deutschen. Aber die Sprache und Deutschland waren seine Kultur.”
Abgründiger Humor
Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU): die Theaterwelt verliere einen bedeutenden Regisseur. Seine Inszenierungen voll „abgründigem Humor und bitteren Ernst” seien „rasant, grell und plakativ”, aber auch „leise, poetisch und empfindsam” gewesen.
Verlust fürs Theater
Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD): Zadeks Tod sei „ein großer Verlust für die internationale Theaterwelt und für das Kulturleben seiner Heimatstadt Berlin”.
Großer Zauberer
Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) nannte ihn einen „herausragend begabten Künstler”. Das Theater verliere „einen seiner großen Zauberer”.
Irsinn und Liebe
„Seine wilden Ufer, seine Unbedingtheit, sein Irrsinn, seine Sturheit, seine unheilbare Liebe zum spielenden Menschen. Er wird fehlen. Schmerzhaft!” Elmar Goerden, amtierender Intendant des Schauspielhauses Bochum.
Im Bewusstsein verankert
„Ein großer Verlust für die gesamte Kulturszene. Zadek hat Bochum als eine der wichtigsten Theaterstädte im deutschsprachigen Raum im öffentlichen Bewusstsein verankert.” Bochums OB Ottilie Scholz.
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